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Barrierearm : Richtfest fürs Holmer Seniorenhaus

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es schien fast so, als wollten die Verantwortlichen der GKB Pinneberg lieber im kleinen Rahmen feiern. Selbst eng mit dem Bau befasste Personen und Institutionen hatten keine Einladung zum Richtfest des neuen Seniorenhauses bekommen. Dank der Holmer Mund-zu-Mund-Propaganda waren dann doch noch fast alle auf den Dorfplatz gekommen, die an dem Projekt beteiligt sind oder sich dafür interessieren.

Zehn Wohnungen sollen im Dorfzentrum neben dem Festplatz entstehen. Im Haus integriert wird ferner eine Arztpraxis. Darin werden die Holmer Mediziner Dr. Ella Lioznova und Dr. Ingo Brauer praktizieren. 2200 Quadratmeter ist das Grundstück groß. Es entsteht eine Gesamtwohnfläche von 700 Quadratmetern.

Als „barrierearm“, also nicht als barrierefrei ist das Gebäude ausgelegt. Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen wird es geben. Sie sind zwischen 58 und 86 Quadratmeter groß. Alle verfügen über eine Terrasse oder einen Balkon. Die Wohnungen sind mit Glasfaser-Anschluss für schnelle Internetverbindungen ausgestattet. Die Grundmiete soll monatlich 7,85 Euro pro Quadratmeter betragen. Hinzu kommen Nebenkosten von 1,50 Euro. Es gibt eine Staffelmiete, so dass die Bewohner genau wissen, worauf sie sich finanziell einlassen. Mittlerweile gibt es 18 Bewerber für die zehn Wohnungen.

Das Vorhaben hat sich ungewöhnlich in die Länge gezogen. In den Kommunalwahlkampf 2008 war die CDU mit dem Versprechen gezogen, ein Haus für Senioren zu schaffen. 2010 bewarb sich die GKB Pinneberg erfolgreich im Rahmen einer Eu-weiten Ausschreibung für das Projekt.

Der Plan: Die Gemeinde überschreibt der Baugesellschaft das Grundstück. Im Gegenzug sichern sich die Holmer das Belegungsrecht für die Wohnungen.

Ein Sonderausschuss wurde gebildet und die Politiker bekamen mehr Arbeit, als sie anfangs gedacht hatten. So passten die ersten Pläne der GKB so gar nicht zu den Vorstellungen der Holmer über ihr Seniorenhaus. Zu groß war ihnen die Anlage geplant. Mehrere Runden musste diskutiert werden, bevor die endgültigen Pläne standen. Das Bauschild der GKB zeugt von den unterschiedlichen Vorstellungen. Abgebildet ist ein gelb geklinkertes Wohnhaus. Die Gemeindepolitiker bestanden jedoch darauf, dass es der Umgebung angepasst und ein guter alter und traditionell Norddeutscher Rotklinker verwendet wird. Erst im Juli 2012 konnten die Verträge unterzeichnet werden. Im Mai 2013 erfolgte kurz vor der Kommunalwahl der Erste Spatenstich. Im Herbst 2014 sollten die Wohnungen bezugsfertig sein. Mittlerweile hat sich dies allerdings auf Anfang 2015 verschoben.

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erstellt am 11.Mai.2014 | 21:35 Uhr

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