Doppelte Nutzung : Richtfest für die neue Feuerwache

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„Kriege ich auch ein Glas?“ wollte Bürgermeisterin Barbara Ostmeier (CDU) freundlich, aber bestimmt wissen, nachdem die Handwerker den traditionellen Spruch aufgesagt hatten und man gemeinsam auf das Richten des neuen Feuerwehrgerätehauses anstoßen wollte. Fast alle hatte einen Schnaps in der Hand, nur die erste Frau der Gemeinde nicht. Handwerker, Politiker, Feuerwehrleute, erstaunlich viele Vertreter auswärtiger Wehren und Hetlinger waren gekommen, um das neue Schmuckstück der Gemeinde in Augenschein zu nehmen.

shz.de von
07. Februar 2013, 19:51 Uhr

Die Bürgermeisterin bedankte sich bei allen Beteiligten für ihre gute und zügige Arbeit. Ein Extra-Dankeschön hatte sie für die Eltern, von denen einige mit ihren Kleinen zum Richtfest gekommen waren. Sie würden das Projekt mittragen, trotz der „verkehrlichen Schwierigkeiten“, die so ein Neubau mit sich bringe. Das Haus soll nicht nur von den Blauröcken, sondern auch von Organisationen aus dem Dorf genutzt werden. Nur zwei der drei Plätze hinter den Rolltoren werden von Löschfahrzeugen belegt werden. Der dritte steht für den Gemeindebus bereit. Im Obergeschoss entsteht ferner ein 60 Quadratmeter großer Mehrzweckraum. Das DRK bekommt weiterhin eine eigene Kammer.

Den Bau des Teiles, der von der Bevölkerung genutzt wird, unterstützt die „AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest“ mit 150000 Euro. 100000 Euro kommen vom Abwasser-Zweckverband, denn die Hetlinger Kameraden sind auch für den Brandschutz auf dem Klärwerk zuständig. Der Rest wird kreditfinanziert. Bei 1,2 Millionen Euro haben die Gemeindepolitiker das Projekt gedeckelt.

Im Juni des vergangenen Jahres begannen die Arbeiten mit dem Abbruch der alten Feuerwache. Der Grundstein ist im Oktober gelegt worden. Fertiggestellt wird der Bau voraussichtlich im Juni.

Zu den Eigenheiten, die den Hetlingern bürokratisch aufgedrungen worden sind, gehört ein Balkon. Der schließt sich an dem Mehrzweckraum im ersten Stock an und soll im Brandfall dafür sorgen, dass die Eingeschlossenen sicher ins Freie kommen, damit sie von der Feuerwehr über eine Leiter gerettet werden. Von dem Balkon aus hat man einen guten Blick auf den Rasenplatz des HMTV. Dort sitzend, könne man prima die Spiele der 1. Herren verfolgen, wurde gewitzelt.

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