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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 13:23 Uhr

Umweltausschuss : Resolution: Kein Fracking

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit zwei Enthaltungen von Christdemokraten haben die Umweltpolitiker in ihrer jüngsten Sitzung eine Resolution „Kein Fracking in Tornesch“ verabschiedet. Das Thema hatten die Sozialdemokraten in den Fachausschuss mit einem entsprechenden Beschlussvorschlag gegen jegliche Förderung von Öl und Gas mit Hilfe des Fracking-Verfahrens auf dem Gebiet der Stadt Tornesch eingebracht, denn Tornesch liegt im „Erlaubnisfeld Elmshorn zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen“.

shz.de von
erstellt am 14.Nov.2014 | 18:42 Uhr

Die Sozialdemokraten machten deutlich, dass Entscheidungen über Fracking nicht über die Köpfe der Kommunen hinweg getroffen werden dürfen. „Beim Fracking werden mit hohem Druck Wasser oder Chemikalien in tiefer liegende Gesteinsschichten gepresst, um Gas oder Öl zu fördern. Wir Sozialdemokraten stehen diesem Verfahren kritisch gegenüber. Denn es kann erhebliche Folgen für die Umwelt haben, wie zum Beispiel die Verunreinigung von Trinkwasser“, fasste Dr. Susanne Dohrn die Einstellung ihrer SPD-Fraktion zum Thema Fracking zusammen.

Und sie betonte: „Wir sind nicht nur gegen konventionelles Fracking, bei dem Gestein in großen Tiefen aufgebrochen wird, sondern auch gegen das Aufbrechen von oberflächennahem Ton- oder Schiefergestein sowie Fracking zu Forschungs- und Erkundungszwecken“.

Von den Christdemokraten lag nur Friedrich Meyer-Hildebrand auf der Linie der SPD. Die Christdemokraten wollten eine Resolution gegen Fracking in Tornesch noch nicht verabschieden, sondern eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema anregen mit Befürwortern und Gegnern von Fracking, um sich ein umfassenderes Bild machen zu können.

Diesen Vorschlag lehnten die Sozialdemokraten ab und auch Bürgermeister Roland Krügel machte deutlich, dass der Aufwand für so eine Veranstaltung zu groß und doch ganz eindeutig sei, dass in Tornesch keine Flächen für Fracking geeignet seien. „Wenn eine Partei so eine Infoveranstaltung machen möchte, dann soll sie dies tun. Verwaltungsseitig haben wir dafür keine Kapazitäten frei.“

Die Sozialdemokraten verwiesen auf ausreichende Informationsmöglichkeiten im Internet. Und der Bürgermeister merkte an: „Eine Resolution, dass wir hier kein Fracking wollen, kann nicht schaden.“ So wurde dann auch entschieden, abgestimmt und die die Verwaltung ohne Gegenstimmen beauftragt, alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten gegen Fracking in Tornesch zu nutzen.

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