Windpark soll angepasst werden : Repowering: So sehen es SPD und CDU

<p>Der Mehrheitseigner Planet Energy plant ein Repowering des Windparks. </p>

Der Mehrheitseigner Planet Energy plant ein Repowering des Windparks.

Planet Energy möchte in Uetersen 180 Meter hohe Windräder bauen.

shz.de von
14. Juli 2018, 10:14 Uhr

Uetersen | Planet Energy will  den Windpark Uetersen mit  mindestens 180 Meter hohen Kraftwerken bestücken und zwar zügig (wir berichteten). Doch noch gilt im Bestandswindpark eine Höhenbegrenzung von  100 Metern.  Ausschließlich die Ratsversammlung kann diese aufheben.  Unsere Zeitung hat bei den Fraktionen nachgefragt. 

Wie sieht es die Uetersener SPD? „Die  SPD-Fraktion hat in der Vergangenheit die alternativen Energien immer unterstützt. Wir stehen dem Repowering positiv gegenüber, allerdings müssen wir in der Fraktion sicherlich die angedachten Höhen der Anlagen von 180 Metern diskutieren“, sagt  SPD-Fraktionsvorsitzender Ingo Struve. 180 Meter − diese Größenordnung bezeichnet Planet Energy als derzeit Stand der Technik.

Eile mit Weile, dieses vorläufige Fazit zieht Andreas Stief, Chef der CDU-Fraktion in  Uetersen. Er sagt: „Die CDU wird sich auch zu diesem Thema positionieren, wenn dazu die Zeit gekommen ist. Die Regionalpläne haben weiterhin einen Entwurfscharakter und sollen nach heutiger Planung Rechtskraft im Jahre 2019 entfalten. Ist dies geschehen, muss es einen konkreten Antrag zum Bau von Windkraftanlagen geben, wenn diese nicht dem derzeit gültigen Bebauungsplan entsprechen würden. Diesen Antrag werden wir dann beraten und unsere Entscheidung auch öffentlich vertreten. Wir halten es weiterhin für eine richtige und zielführende Arbeitsweise, nur anhand von Fakten Entscheidungen herbei zu führen, diese gibt es Stand heute nicht.“

Wenn sich Stief da mal nicht irrt, denn: Die Landesregierung hat am 3. Juli dieses Jahres mitgeteilt, in welchen Gebieten in Schleswig-Holstein der geltende Ausbaustopp für Windenergieanlagen per sofort aufgehoben ist. Weil der Windpark Uetersen dazugehört,  kann Planet Energy schon jetzt einen Ausnahmeantrag auf Repowering bei den zuständigen Behörden stellen und wird das nach Angaben der Geschäftsführung auch tun. Dann ist der Ball sehr rasch wieder im Spielfeld der Uetersener Lokalpolitiker, womöglich  bereits nach  der Sommerpause.

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