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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 10:09 Uhr

CDU-Neujahrsempfang : Renten gerecht verteilen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Vergangenen Mittwoch fand im Pinneberger Hotel Cap Polonio der Neujahrsempfang der Kreis-CDU statt. Der Vorsitzende des Kreisverbandes, Ole Schröder, ging in seiner kurzen Auftaktrede hauptsächlich auf die politischen Fragen des Kreises und hier auf die Situation der Gemeinden ein.

shz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 18:59 Uhr

Besonders scharf kritisierte er die von der neuen schleswig-holsteinischen Landesregierung geplante Finanzausgleichsreform (FAG): „Es kann doch nicht so sein, dass sich das Land die Mittel, um die der Bund die Kommunen gerade entlastet hat, unter den Nagel reißt“, so Schröder und meinte die Entlastung beim Arbeitslosengeld II, bei der der Bund die Kosten für „Hartz-IV“ in drei Stufen und am Ende zu 100 Prozent übernimmt. „Das gefährdet den kommunalen Frieden und bedroht die ländlichen Räume“, so Schröder weiter.

Hauptredner des Abends aber war der Gast des Abends, der frischgebackene Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Karl-Josef Laumann. Laumann war Minister für Arbeit Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag des Landes und von 1990 bis 2005 Mitglied des Bundestages.

Laumann, der aus bäuerlichen Verhältnissen stammt und der wenigen Menschen in Deutschland, die es geschafft haben, nur mit einem Hauptschulabschluss eine politische Spitzenposition zu erringen.

Die Rede Laumanns war geprägt von der ihm so eigenen Art: Man hat an vielen Stellen das Gefühl, dass er sich wirklich aufregt, dass er am liebsten losbrüllen würde. Und er wird auch laut, hämmert manchmal mit der Faust aufs Rednerpult um seine Ansicht zu unterstreichen. Der 57-Jährige war über zehn Jahre lang freigestelltes Betriebsratsmitglied und er kann es nicht verhehlen, dass ihm die Arbeiterschaft am Herzen liegt, und all jene, die nach jahrzehntelanger Arbeit aus den Rentenkassen profitieren sollen. In seiner anderthalbstündigen Rede ging es so auch hauptsächlich um Gerechtigkeit bei der Verteilung dieser Mittel, aber auch und vielleicht sogar vor allem um die Energiewende.

Die Anstrengungen, die zur Bewältigung dieser Wende notwendig sind, verglich Laumann mit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine Zusammenarbeit in dieser Frage mit den Grünen ist für Laumann nicht machbar; die Koalition mit der SPD daher der einzig gangbare Weg. Das Fazit von Karl-Josef Laumann: „Diese Energiewende macht uns zurzeit auf der ganzen Erde keiner nach.“

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