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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 23:18 Uhr

Brieftaubensport : Rennpferd des kleinen Mannes

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Tierzucht, organisiert über Vereine, verliert an Bedeutung. Tiere binden, wollen regelmäßig versorgt werden und passen daher so gar nicht in die moderne Vorstellung vom Leben, das von regelmäßigen Auszeiten vom Alltag durchzogen ist. Den Vereinen geht daher schlicht der Nachwuchs aus. Das musste zuletzt der Uetersener Kaninchenzuchtverein „U75“ erfahren, der sich in diesem Jahr aus Gründen stark gesunkener Mitgliederzahl auflösen musste.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2015 | 19:07 Uhr

Da ist es gut, vom Jubiläum eines Vereines zu erfahren, der sich schon seit 125 Jahren der Zucht von Tieren widmet und das auch zukünftig tun möchte. Wobei auch der Brieftaubenverein „Luftpost“ von 1889 gerne mehr junge Menschen in seinen Reihen sehen würde.

Gemeinsam mit anderen Brieftaubenzuchtvereinen aus der Region teilt sich „Luftpost“ die Einsatzstelle am Tornescher Weg. Diese ist nicht nur Clubhaus, sondern auch Ausgangspunkt der Wettflüge, die während der Saison (Sommer und Herbst) erfolgen.

Der Brieftaubenverein „Luftpost“ ist einer der ältesten Brieftaubenvereine in Schleswig-Holstein. Gerne erinnerte man sich anlässlich der Jubiläumsfeier an die Anfänge des Brieftaubensports. Damals wurden die Tauben, wenn es wirklich schnell gehen sollte, zur Nachrichtenübermittlung eingesetzt. So auch beim Militär oder dem Lotsenwesen. Insofern wurde der Brieftaubensport während der Kaiserzeit in Deutschland ausdrücklich gefördert.

Ihre Bedeutung hat die schnelle Brieftaube (bis zu 100 Kilometer pro Stunde) dank noch schnellerer Nachrichtenübermittlungstechnologien inzwischen verloren. Die Freude an diesem Hobby wird nach wie vor geteilt.

„Luftpost“ hat sieben aktive und fünf passive Mitglieder, Vorsitzender ist Uwe Schultz aus Moorrege, der auch Sprecher der Brieftaubenzüchter in Hamburg und Südholstein ist. Mitglieder wie Gäste würdigten das Jubiläum auf ganz besondere Weise. Gemeinsam ging es nach Hamburg. Dort konnte eine Alster- und Fleetfahrt genossen werden. Schließlich wurde das Speicherstadtmuseum besucht. Brieftaubensport macht Freude, weiß man im Verein. Bei Interesse ist Uwe Schultz bereit, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Auch grundsätzlich informiert er gerne über das verantwortungsvolle aber zugleich spannende Hobby.

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