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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 08:23 Uhr

Fußball : Remis statt Kantersieg

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Für viele schien es nur um die Höhe des Auswärtssieges zu gehen, als die 1. Herren des Heidgrabener SV am Freitagabend bei den 3. Männern des TSV Uetersen gastierten. Nicht so für HSV-Coach Ove Hinrichsen, der vor dem Kreisliga-Spiel warnte: „Wer von einem klaren Sieg ausgeht, verkennt die Brisanz: Während es für uns ,nur' ein Derby ist, ist es für die Uetersener das Spiel des Jahres ...“ TSV-Trainer Michael Schippmann gab zu: „Ich hätte sofort unterschrieben, wenn man uns garantiert hätte, zur Halbzeit nur mit 0:3 zurückzuliegen.“

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erstellt am 25.Okt.2015 | 21:23 Uhr

Dann fehlte aber nicht fiel, und die Rosenstädter wären sogar mit einem 0:0 in die Pause gegangen. Erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gingen die Gäste in Führung: Als den Hausherren im Spielaufbau ein Missverständnis unterlief, eroberte Jesse Jacobsen den Ball und spielte ihn zügig nach vorne zu Fabian Doell. Der HSV-Kapitän bekam die Kugel nach einem Doppelpass mit Alexander Martin wieder und bediente Philippe Schümann, der von halbrechts aus zum 0:1 einschob. „Das war ein richtig guter Spielzug“, lobte Hinrichsen.

Zuvor hatten die Uetersener, die mit einer sehr defensiven Grundordnung agierten (Markus von Drathen war Libero hinter einer Viererabwehrkette), nicht viel zugelassen. Daniel Cordts, der gelernter Stürmer ist, nahm HSV-Torjäger Schümann in Manndeckung. „Schümann ist nie ganz auszuschalten, Cordts hat diese Aufgabe aber hervorragend gelöst“, lobte Schippmann. So musste Lennart Witt, der als Feldspieler aushilfsweise das TSV-Tor hütete, da beide etatmäßige Keeper im Urlaub waren, im ersten Durchgang nur einmal zupacken. Nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielverlauf: Obwohl sie zurücklagen, standen die Uetersener weiter sehr tief und überließen den Gästen die Initiative. „Es war über 90 Minuten ein Spiel auf ein Tor“, sagte Hinrichsen, dessen Team aber auf dem kleinen und spärlich beleuchteten Rasenplatz aus seiner Überlegenheit zu wenig machte: „Wir haben nicht die richtigen Mittel gefunden, um den TSV zu knacken“, räumte Hinrichsen ein. Dies wurde bestraft: Nach einem Uetersener Eckstoß, den die Heidgrabener zunächst geklärt hatten, schlug Matthias Stubben den Ball aus 30 Metern hoch gen langes Eck ‒ und er senkte sich über HSV-Keeper Krystof Barth hinweg zum 1:1 ins Netz (65.). „Wenn er das so gewollt hat, war es ein Weltklasse-Tor“, sagte Schippmann, während Hinrichsen vermutete, dass Matthias Stubben „diesen Ball bei hundert Versuchen kein zweites Mal so trifft“.

Weil Maik Siebels kurz nach seiner Einwechslung per Kopf genau so scheiterte (69.) wie Jesse Jacobsen und Mark Zipp ebenfalls nach Eckbällen, blieb es bis zum Abpfiff beim 1:1 ‒ und so gab es keinen Kantersieg, sondern ein Remis ...

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