Jahresversammlung : Rekordjahr für die Feuerwehr

3344176_800x576_4f15d811460a9.jpg
1 von 2

Ein sehr arbeitsintensives Jahr haben die Moorreger Blauröcke hinter sich gebracht. Zu 69 Einsätzen mussten sie 2011 ausrücken, berichtete Wehrführer Sven Heitmann während der Jahresversammlung. „Das ist absoluter Negativ-Rekord“, sagte er, denn 2010 schlugen noch 18 Alarmierungen zu Buche.

shz.de von
17. Januar 2012, 21:17 Uhr

Mit der Dienstbeteiligung von über 75 Prozent war Heitmann angesichts der hohen Zahl von Einsätzen sehr zufrieden. Es entwickelte sich eine Diskussion über die Gründe der zunehmenden Alarmierungen. „Die Bürger wissen sich nicht mehr zu helfen“, urteilte Uwe Kuhlmann, der vom Kreisfeuerwehrverband zur Moorreger Versammlung gekommen war. Ein brennender Papierkorb werde nicht mehr selber mit einem Eimer Wasser gelöscht, sondern man rufe die Feuerwehr. In Pinneberg, dort ist Kuhlmann Wehrführer, steigen die Einsatzzahlen seit Jahren, berichtete er.

Im vergangenen Jahr sei man allein elfmal gerufen worden, um eine verschlossene Tür zu öffnen, unterstützte Heitmann Kuhlmanns Ansicht. Früher geschah dies alle zwei bis drei Jahre. Und bei einem Sturm sei die Wehr zur Grundschule beordert worden, weil sich Nachbarn durch eine klappernde Tür gestört fühlten.

2011 brachte für die Kameraden aber auch harte und ungewöhnliche Einsätze. So waren die Moorreger Atemschutzgeräteträger bei einem Großbrand in Ellerbek gefragt. Und nach Bad Segeberg mussten sie ausrücken, um Desinfektionskleidung für Helfer zu transportieren, die bei einer Massenerkrankung in einem Zeltlager eingesetzt wurden. 54 Kameraden hat die Wehr, berichtete Heitmann. Seit der Jahresversammlung sind drei weiblich.

Denn in der Feuerwehr hat sich ein Generationswechsel vollzogen. Mit Johann Baumgarten, Wolfgang Bolt, Udo Kock und Peter Kleinwort wechselten vier erfahrene Kameraden in die Reserve. Der Wehrführer sah das allerdings mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Mit Melissa Semmelmann, Andre Grünefeldt, Jakob Nawrot und Cedric Uhlemann wechselten drei gut ausgebildete Kräfte aus der Jugend- in die aktive Wehr.

Und noch eine Besonderheit gibt es in der Moorreger Truppe. Markus Eggers startete in sein Anwärterjahr. Mit 40 Jahren hat er nicht gerade das Alter eines Feuerwehr-Novizen. Der Grund: Sein Sohn macht bei der Jugendfeuerwehr mit und hat seinen Vater zur aktiven Wehr gelotst.

Beförderungen und Ehrungen

Befördert wurden während der Moorreger Jahresversammlung Florian Zülke zum Oberfeuerwehrmann sowie Martin Thormann, Patrik Kellin, Florian Plehn, Kirsten Grünefeldt und Sven Müller zum Hauptfeuerwehrmann beziehungsweise -frau. Wehrführer Sven Heitmann und sein Stellvertreter Olaf Semmelmann konnten Udo Kock, Heiner Jagemann und Peter Kleinwort für 40 Jahre in der Feuerwehr würdigen. SörenWeinberg und Olaf Semmelmann wurden für 30 Jahre in der Wehr geehrt. Thorsten Grünefeldt und Ralph Henning sind ein Vierteljahrhundert dabei und erhielten aus der Hand von Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg nicht nur das Brandschutzehrenzeichen in Silber, sondern auch noch eine goldene Uhr. Für 20-jährige Mitgliedschaft wurden Jan Sudeck und Christian Bohn sowie für zehn Jahre bei der Wehr Nico Amtage und Dennis Münch ausgezeichnet.

Wolfgang Bolt wechselte zwar in die Reserveabteilung, wurde jedoch als Sicherheitsbeauftragter bestätigt. (tp)

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert