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Esinger Wehr : Rekord durch „Xaver“ und „Christian“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Auf ein sehr arbeitsreiches Jahr blickt die Freiwillige Feuerwehr Esingen zurück. „Wir hatten 137 Einsätze, so viele wie in der Geschichte der Feuerwehr Esingen noch nie. Das ist ein Zuwachs von über 60 Prozent“, sagte der stellvertretende Wehrführer Marcus Rohwedder während der Jahreshauptversammlung.

Den Jahresbericht stellte er vor, da Wehrführer Günther Pieper verhindert war. Besonders die Orkane „Christian“ und „Xaver“ trieben die Statistik in die Höhe. Die Zahl der technischen Hilfeleistungen sei dadurch dramatisch angestiegen, führte Rohwedder aus. In diesem Bereich hatte die Esinger Wehr mehr als doppelt so viele Einsätze als im Vorjahr abzuarbeiten (plus 127 Prozent). Auch die Zahl der Fehlalarme durch Brandmelder schnellte in die Höhe (von elf auf 19).

Die Brände wurden Rohwedder zufolge meist absichtlich entzündet. „Ich hoffe, dass sich das in diesem Jahr legt, und man den einen oder anderen Brandstifter erwischt“, sagte er. Bei dem größten Feuer des Jahres im März ist der Dachstuhl eines Reihenhauses an der Pommernstraße ausgebrannt. Bei anderen Einsätzen waren sehr unterschiedliche Fähigkeiten gefragt. Die Bandbreite reichte von Arbeiten am Deich bis zu der Befreiung einer Katze, die sich in einem Fenster eingeklemmt hatte.

Bürgermeister Roland Krügel dankte den Einsatzkräften. Zugleich bemerkte er, dass die Feuerwehr eine der teuersten Einrichtungen der Stadt sei. Wie berichtet, wurden beide Tornescher Wachen im vergangenen Jahr erweitert, die Ahrenloher für 1,7 Millionen, die Esinger für 1,4 Millionen Euro. Für 2014 sind weitere große Investitionen geplant. Die Stadt will zwei Wagen für insgesamt rund 900000 Euro anschaffen: ein Löschfahrzeug LF10 im Tausch gegen ein altes Modell und einen Teleskopmaster, mit dessen Korb Einsatzkräfte in die Höhe gefahren werden können. Für diesen Zweck liehen sich die Tornescher bisher den Uetersener Drehleiterwagen aus. Doch wenn der bereits im Einsatz war, entstanden Engpässe.

Durch den Teleskopmaster erweitern die Tornescher Wehren ihren Fuhrpark von zwölf auf 13 Fahrzeuge, berichtete der Gerätewart Andreas Jungclaus. Ein Stellplatz ist bereits im Esinger Neubau vorgesehen. Für die Bedienung sollen alle 27 Atemschutzträger zu Korbmaschinisten ausgebildet werden.

Auch die Zahl der 65 aktiven Einsatzkräfte lässt sich sehen. „Wir sind in Tornesch noch gut aufgestellt. Wir haben noch genug Nachwuchs“, sagte Gemeindewehrführer Dirk Lolies. Bei anderen Wehren in Schleswig-Holstein sehe es schlechter aus.

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erstellt am 27.Jan.2014 | 21:27 Uhr

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