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Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 01:38 Uhr

Besuch : Reise in den Kreis Pinneberg

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Industrialisierung und Entwicklung der Stadt Elmshorn und des Hafens bis zum geplanten Stadtumbau waren die wichtigsten Themen, die beim Rundgang von Ralf Stegner im Industriemuseum Elmshorn unter Führung von Museumsleiterin Bärbel Böhnke angesprochen wurden.

Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und des SPD-Landesverbandes war im Rahmen seiner Sommertour durch Schleswig-Holstein nach Elmshorn gekommen. Die einwöchige Bereisung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Zwischen Erinnerung und Herausforderung – die Arbeiterbewegung in Schleswig-Holstein“. Ralf Stegner nutzt die sitzungsfreie Zeit, um soziale, kulturelle und historische Einrichtungen in Schleswig-Holstein zu besuchen und Gespräche mit Vereinen und Verbänden zu führen. Das Thema wurde aus Anlass des 150-jährigen Parteijubiläums der SPD gewählt. Das Industriemuseum Elmshorn stellt sehr anschaulich die verschiedenen Industriezweige der vergangenen 200 Jahre dar, die die Stadt zu wirtschaftlicher Blüte geführt hatten, und war deshalb idealer Bezugspunkt für das Thema der Sommertour. Die Anfänge der Arbeiterbewegung, die ersten Maschinen für industrielle Verarbeitung, die Einführung der Stempeluhr und der 20 Wochen dauernde Streik der Lederarbeiter 1911 waren hier Anknüpfungspunkte.

Ralf Stegner wurde von der Elmshorner Landtagsabgeordneten Beate Raudies, in der Fraktion Fachsprecherin für Kultur, und dem örtlichen SPD-Fraktionsvorsitzenden Ulrich Lenk begleitet. Für den Förderverein war Rita Schliemann anwesend.

Stadtplanerin Silke Faber erläuterte an dem im Museum ausgestellten Modell der Stadt, welche weiteren Schritte beim Stadtumbau geplant sind. Dabei ging es insbesondere um die Gestaltung und Nutzung des Marktplatzes und des Hafengebietes. Die Knechtschen Hallen sollten als größtes Industriebauwerk Elmshorns erhalten werden; man würde sie gerne als Kulturzentrum nutzen, was aber bisher am Eigentümer scheitere. Im Innenstadtbereich sollen 400 bis 800 neue Wohnungen entstehen, der Hafen als Herzstück, das wichtig sei für die Identifikation mit der Stadt, solle wieder in den Mittelpunkt rücken.

Ralf Stegner zeigte sich sehr beeindruckt von den bisherigen Entwicklungen des Stadtumbaus und von den Planungen: „Hier werden Wohnen, Kinderbetreuung, Gewerbe und Arbeitsplätze vereint – das ist sozialdemokratische Stadtpolitik.“

Beate Raudies lobte die Rolle des Museums, das den Prozess der Stadtentwicklung begleite und den Bürgern durch Ausstellungen nahebringe und erläutere: „Das Museum erfüllt seinem Anspruch, Geschichte von Arbeit und Alltag anschaulich zu machen und sich in aktuelle Entwicklungen aktiv einzubringen, vorbildlich.“

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erstellt am 02.Aug.2013 | 21:44 Uhr

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