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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 21:08 Uhr

Wahl : „Reini ist der Richtige“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Sozialdemokraten reagieren auf die Schwierigkeiten der CDU, einen Nachfolger für Bürgermeisterin Bärbel Thiemann zu finden. Die Christdemokratin gibt zum 1. Mai alle politischen Ämter ab (die Uetersener Nachrichten berichteten). „Reini ist der Richtige“, erklärt der SPD-Ortsverbandsvorsitzende Gerd Mettjes mit Blick auf den ersten stellvertretenden Bürgermeister Reinhard Pliquet. „Ich stehe bereit“, sagt der 60-Jährige während eines Pressegesprächs.

shz.de von
erstellt am 23.Apr.2012 | 21:20 Uhr

Denn alle CDU-Gemeindevertreter hatten in einer UeNa-Umfrage erklärt, nicht als neuer Bürgermeister zur Verfügung zu stehen. Nach Informationen der Sozialdemokraten hat sich an diesen Ansichten nichts geändert. Mettjes betont allerdings, dass alle vier das Amt ausüben könnten und auch die SPD-Stimmen bekommen würden, falls sie kandidierten. Nun scheint es so, dass der Nachrücker für Bärbel Thiemann in der Gemeindevertretung gleich auch an die Spitze des Dorfes rutscht. Das sehen die SPDler kritisch. „Der hat dann keinerlei Erfahrungen“, so Mettjes. Bei Reinhard Pliquet sieht das ganz anders aus, steht für seine Parteifreunde fest. Der gebürtige Neuendeicher engagiert sich seit 34 Jahren in der Gemeindevertretung. Er war fünf Jahre zweiter stellvertretender und ist im 25. Jahr erster stellvertretender Bürgermeister. Zahlreiche ehrenamtliche Aufgaben hat er für die Gemeinde übernommen. Unter anderem hat Pliquet als amtierender Bürgermeister die Amtsinhaber Bärbel Thiemann und davor Heinz Bockwoldt vertreten.

Bereits am Anfang der Wahlperiode sei klar gewesen, dass Bärbel Thiemann nicht die vollen fünf Jahre an der Spitze der Kommunen stehen würde, sagt Mettjes. Wer damals die CDU wählte, konnte davon ausgehen, dass einer der vorderen Politiker auf der Liste mal Bürgermeister sein wird. „Nun wird es die Nummer 10 oder 11, also einer, mit dem die Neuendeicher nie haben rechnen können“, kritisiert Pliquet.

„Wir haben am Anfang der Wahlperiode auch Frau Thiemann mitgewählt“, erinnert sich der SPD-Vorsitzende, der die scheidende Bürgermeisterin wegen ihrer engagierten Arbeit in den vergangenen 18 Jahren lobt. Nun sei es aber an den Christdemokraten, meinen die Sozialdemokraten, trotz der Fünf-zu-vier-Mehrheit der Konservativen einen von ihnen zu wählen.

Konfrontationen entlang der Parteigrenzen gebe es in Neuendeich ohnehin nicht, erläutern die beiden. „Wir diskutieren so lange, bis wir eine gute, gemeinsame Lösung haben“, so Pliquet. Viele Entscheidungen würden einstimmig gefällt und gebe es Gegenstimmen, so könnten sie auch mal aus beiden Fraktionen kommen.

GelassenheitNoch keinen Kandidaten für das Bürgermeisteramt haben die Neundeicher Christdemokraten bestimmt. Das sagte der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Günther Laudan während der Fahrradtour mit der Landtagsabgeordneten Barbara Ostmeier. Die Union wird sich am Dienstag, 8. Mai, zur Beratung zusammensetzen. „Wir sehen das mit der nötigen Gelassenheit“, so Günther Laudan. (jhf)

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