Tornesch : Reihenhaus-Fassade in Flammen – war es Brandstiftung?

39 Feuerwehrleute waren am Mittwochabend am Kokoschkaweg im Einsatz, darunter mehrere Atemschutzgeräteträger.
39 Feuerwehrleute waren am Mittwochabend am Kokoschkaweg im Einsatz, darunter mehrere Atemschutzgeräteträger.

Menschen wurden nicht verletzt. Dafür retteten die Einsatzkräfte eine Katze aus dem Gebäude. Polizei bittet um Hinweise.

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20. Juni 2019, 17:00 Uhr

Tornesch | Großeinsatz für die Freiwillige Feuerwehr Tornesch am Mittwochabend: Um kurz vor 20 Uhr hatte die Fassade eines Reihenhauses am Kokoschkaweg Feuer gefangen. Da zunächst vermutet wurde, dass sich noch eine Person im Haus befand, durchsuchten drei Atemschutztrupps das Gebäude. Einen Menschen fanden sie jedoch nicht, stattdessen brachten sie eine Katze in Sicherheit. Die Flammen hatten die Einsatzkräfte innerhalb weniger Minuten unter Kontrolle.

Zerstörtes Fenster und geschmolzene Stromleitungen

Wie die Polizei am Donnerstag auf Nachfrage von shz.de mitteilte, bemerkten aufmerksame Nachbarn den Rauch und begaben sich sofort mit einem Feuerlöscher und einem Wasserschlauch zu dem Gebäude, dessen Bewohner zu dieser Zeit nicht im Hause waren.

Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatten sich die Flammen laut Feuerwehrsprecher Ralf Diedrichsen bereits ihren Weg in den Dachunterschlag des Gebäudes gesucht. Dabei zerstörten sie ein Terrassenfenster, zudem schmolzen aufgrund der Hitze mehrere Stromleitungen.

Nachdem die Retter das Feuer mit Wasser gelöscht hatten, ließen sie den Strom abstellen und kontrollierten das Gebäude per Wärmebildkamera auf weitere Glutnester. Schließlich kamen zwei große Lüfter zum Einsatz, denn das Reihenhaus war komplett verqualmt.

Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Die Ursache für den Brand ist laut Diedrichsen unbekannt. Die Polizei betonte, dass eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden könne. Die Beamten bitten Zeugen und Hinweisgeber sich bei der Kriminalpolizei Pinneberg unter Telefon (0 41 01) 20 20 zu melden. Der Feuerwehreinsatz dauerte zirka eineinhalb Stunden, beteiligt waren insgesamt 39 Mitglieder der Ortswehren aus Ahrenlohe und Esingen.

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