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Uetersener Nachrichten

17. Dezember 2017 | 11:30 Uhr

Tävsmoor : Reichlich Lob für die Naturschützer

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wie Bürger vorbildlichen Naturschutz betreiben, ist während eines Festempfangs im Bürgerhaus Appen zu begutachten gewesen. Der „Verein zum Schutz des Tävsmoores“ konnte das 25-jährige Bestehen feiert.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2014 | 21:11 Uhr

Als Reaktion auf die Vereinsaktivitäten machte das Land das Tävsmoor und Haselauer Moor sechs Jahre nach der Gründung, also 1985 zum Naturschutzgebiet und 1998 bekam der Verein den Vertrag, der ihm die Verantwortung für die Fläche überließ.

„Mord und Totschlag“ hätte es anderenorts bei der Ausweisung von Naturschutzgebieten gegeben, erinnerte sich der Vorsitzende Johann Behnke. Nicht so in Heist und Appen: Dort standen von Anfang an die beiden Gemeindevertretungen hinter den Plänen. Außerdem wurden die Landwirte mitgenommen. „Für sie bedeutete es Einschnitte“, sagt Behnke, „das muss man klar sagen und regeln.“ Früh gehörten die Bauern und Jäger zu den Aktivsten im Verein.

Die Festrede hielt der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann (SPD). Ein Vereinsmitglied der ersten Stunde, wie Behnke betonte. „Liebe zur Heimat“ macht er bei den Gründern des Vereins aus. Sie wollten etwas bewahren, dass sie kennen. Freude an der Schönheit und der Vielfalt des Moores stellt Rossmann fest. „Fortschrittliche Konservative“ seien im Tävsmoor-Verein am Werk.

Die Bedeutung des Tävsmoores rückte er in einen größeren Zusammenhang. Laut des gerade von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks vorgestellten Artenschutzberichts gebe es einige Verbesserungen, so Rossmann, etwa bei Biber, Wolf und Seeadler. „Nicht gut davor“ sei man jedoch bei vielen kleineren Arten, wie Insekten, Kriechtieren und Vögeln. Und einige von ihnen haben im Tävsmoor einen Schutzraum gefunden. Und der Sozialdemokrat berichtet von der Vorstellung eines neuen Bundesprogramms zum Schutz des Wiesenvogels. „Das kenn’ ich schon vom Tävsmoor“, habe er immer wieder gedacht.

Landrat Oliver Stolz berichtet von einer Führung durch das Tävsmoor vor einigen Tagen. Die sei „lehrreich, beeindruckend und entspannend“ gewesen. Die Heistmer und Appener seien „Vorbild für viele Vereinsgründungen im Kreis“.

Der Heistmer Bürgermeister Jürgen Neumann würdigte im Namen der beiden Kommunen die „kompetente und erfolgreiche Arbeit“. Viele helfende Hände hätten dazu beigetragen. So würden zu den Jahresversammlungen des Vereins fast alle Mitglieder kommen. Und Neumann versprach: „Die Unterstützung seitens der Gemeinden wird so bleiben.“

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