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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 21:23 Uhr

Klostersande : Reichlich Leben unter Deck

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In diesem Jahr stehen die Herren unter Zeitdruck! Bis August wollen Jürgen Tillmann, Sebastian Barzel, Norbert Hartmann, Peter Bohn, Wolfgang Köster und Jürgen Beick die Klostersande weiter aufgewertet haben – durch die dringend benötigten sanitären Anlagen. Dann nämlich möchte auf den schönen Holzplanken des einstigen Getreidefrachters mit der dreimaligen Weltumseglerin Ilsemarie Gieseking eine der größten Förderinnen des Vereins MS Klostersande ihren 85. Geburtstag feiern.

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erstellt am 26.Jan.2016 | 19:42 Uhr

Dieses Datum ist es allerdings nicht allein, was die Gruppe antreibt. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, aus dem Schiff ein Wahrzeichen für Elmshorn, einen Veranstaltungsort und Kulturtreff zu machen. Schon in den vergangenen Jahren seit der Rückkehr der MS Klostersande auf die Krückau 2013 haben sie mehrere entscheidende Schritte gemacht: Der Verein hat das Schiff gekauft, es als Eigentümer in das Binnenschifffahrtsregister eintragen lassen und mit dem aufwändigen Ausbau begonnen.

Das bisherige Ergebnis kann sich sehen lassen. Unter Deck sorgen alte Kronleuchter für angenehmes Licht, die kleine Bühne wurde aus den Bohlen eines Querschotts gebaut, in zwei Küchenzeilen können Snacks zur Bewirtung der Gäste hergestellt werden. Gekostet hat der bisherige Umbau vergleichsweise viel Zeit und wenig Geld. „Wir haben in unserem Team die Fachkompetenz des Vereins gebündelt“, sagte Hans Barzel, einer der Initiatoren des Projektes. Er und seine Mitstreiter machen fast alles allein – mit großer Leidenschaft, enormem handwerklichen Geschick und großem Ideenreichtum. Sie studieren Verordnungen, holen sich Rat bei Fachleuten, lassen sich von den Mitgliedern anderer Vereine wie dem der Cap San Diego in Hamburg beraten.

Sie haben ein Zwischendeck eingezogen, von dem aus eine TÜV-abgenommene Treppe, ebenfalls ein Eigenbau, in den Frachtraum führt. Sie haben dem Schiff einen Anstrich verpasst, Roststellen beseitigt und die Technik durchgeschaut. Und nun also die sanitären Anlagen! „Uns fehlt noch das nötige Kleingeld für den Einbau, aber da wird uns schon was einfallen“, sagte Jürgen Tillmann.

Inzwischen wird das engagierte Team auch getragen von der Sympathie und dem Wohlwollen der Elmshorner, die eine Weile gebraucht haben, um den Charme des Projektes zu erkennen. Heute kommen sie gerne am Dienstag zu Besuch, wenn die sieben Herren ab gegen 10 Uhr an und unter Deck arbeiten, um zu klönen, nach dem Rechten zu schauen und manchmal sogar, um etwas Geld in die Spendendose zu stecken. Für die Klostersande-Retter ist der Kontakt in mehrfacher Hinsicht wichtig, denn sie brauchen weitere Förderer und vor allem Mitstreiter.

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