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Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 13:06 Uhr

Plan : Regionalpark wird verdoppelt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sie pflanzen Bäume, leiten Wanderer mit Hilfe von Smartphone-Apps durch die Landschaft, richten Ausflüge aus, stellen Tafeln mit Hinweisen zu Radrouten und Naturschutzgebieten auf. Die Gemeinden Wedel, Holm, Appen, Schenefeld, die Stadt und der Kreis Pinneberg sowie der Bezirk Hamburg-Altona setzen sich seit sechs Jahren in einer freiwilligen Kooperation für die heimische Natur ein. Die sieben Kommunen gründeten dafür den Verein Regionalpark Wedeler Au.

Dessen Fläche wollen sie ab 2016 um mehr als das Doppelte erweitern. Die Gemeinden Heist, Hetlingen und Halstenbek wollen dabei in den Verein einsteigen. Die Holmer Gemeindevertreter stimmten diesem Vorhaben jüngst einstimmig zu. Auch Halstenbek, Schenefeld, Pinneberg und Altona schlossen sich dem Plan bereits an. Bisher umfasst der Park rund 5100 Hektar, die sich über Teile der Gemeinden erstrecken. Künftig soll er auf die gesamte Fläche von Holm und Appen ausgedehnt werden. Hetlingen und Heist, die Wedeler Marsch, das Landschaftsschutzgebiet von Halstenbek, der Süden der Stadt Pinneberg und das Düpenau-Tal sollen aufgenommen werden. Stimmen alle Kommunen zu, wächst die Fläche des Parks auf 12000 Hektar.

Mit der Erweiterung steigen die Beiträge. Holm zum Beispiel muss statt 1500 Euro künftig jährlich 2000 Euro entrichten. Der Verein berechnet die Beiträge in einer Mischkalkulation aus Fläche und Finanzkraft der Kommunen. Er will zudem eine Mindestjahresgebühr in Höhe von 1000 Euro einführen. Appen etwa zahlte bisher pro Jahr nur 100 Euro. Der Kreis wird auch künftig als einziges Mitglied keinen Beitrag leisten müssen.

Die Kommunen beschlossen die Erweiterung vor etwa einem Jahr. Hauptgrund: Wichtige landschaftliche Gebiete wie die Wedeler und Hetlinger Marsch, das Tävsmoor zwischen Heist und Appen, die Osdorfer Feldmark in Altona sowie die Gewässersysteme der Düpenau, der Mühlenau und der Pinnau fehlten bisher. Barbara Engelschall, Geschäftsführerin des Vereins, hofft zudem, dass das Bewusstsein für den Regionalpark und seine Möglichkeiten in der Politik und Bevölkerung wächst.

Sie betont: Nicht nur die Naherholung und der Landschaftsschutz profitieren von den Projekten der Kooperation, sondern auch die Wirtschaft. So werben Makler etwa mit der Lage ihrer Immobilien im Regionalpark.

Die Mitgliedsversammlung entscheidet im November über die Aufnahme der neuen Kommunen. Sie sollen Ende Januar erstmals in dem Gremium begrüßt werden. www.regionalparkwedelerau.de

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erstellt am 06.Okt.2015 | 20:46 Uhr

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