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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 05:50 Uhr

Netzwerk : Regionalpark baut Stellung aus

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seit gestern ist es offiziell: Der Verein Regionalpark Wedeler Au wächst weiter, die Zahl der Mitglieder ist mit Jahresbeginn von sechs auf neun Städte und Gemeinden gestiegen. Neu im Verbund sind die Gemeinden Halstenbek, Heist und Hetlingen, die sich von der Mitgliedschaft entscheidende Impulse für die Entwicklung der Naherholungsangebote, von Umweltbildung und Naturschutz erhoffen.

shz.de von
erstellt am 19.Jan.2016 | 20:39 Uhr

Regionalparks verbinden in ganz Deutschland verschiedene Ballungszentren mit ihrem Umland. Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Siedlungs- und Freiräumen, also Flächen, die unbebaut und somit der Naherholung vorbehalten bleiben. Der Regionalpark Wedeler Au ging 2009 zusammen mit dem Regionalpark Rosengarten im Kreis Harburg an den Start und ist derzeit 12000 Hektar groß. Mitglieder waren bislang die Gemeinden Appen, Holm, Wedel und Pinneberg, außerdem die Städte Schenefeld und Hamburg sowie der Kreis Pinneberg. Die Höhe der Mitgliedsbeiträge, mit denen die Arbeit in der Geschäftsstelle finanziert wird, richtet sich nach Einwohnerzahl und Größe der gemeldeten Fläche. Halstenbek etwa meldete die Düpenau-Niederung, Hetlingen das Gemeindegebiet bis an den Rand des Naturschutzgebietes hinter der Hetlinger Schanze, Heist wurde mit dem gesamten Gemeindegebiet aufgenommen. Halstenbek zahlt dafür einen Jahresbeitrag in Höhe von 2500 Euro, Heist 1500 Euro und Hetlingen 1000 Euro.

„Wir sind nicht mit einem klar umrissenen Ziel eingestiegen, aber wir erhoffen uns eine bessere Vernetzung und die Entwicklung der Naherholungs-Infrastruktur“, sagte Halstenbeks Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann. Ähnlich sieht es auch der Heistmer Bürgermeister Jürgen Neumann. „Der Regionalpark ist ein Verein, der gut zu den bestehenden Netzwerken passt“, sagte er. Neumann hofft auf eine Stärkung der touristischen und naturschützerischen Arbeit vor Ort, etwa der, die durch den Verein zum Schutz des Tävsmoors geleistet wird. „Die Wirkungsbereiche gilt es jetzt zu synchronisieren“, so Neumann.

Hetlingens Bürgermeisterin Monika Riekhof hat durchaus schon konkrete Vorstellungen, welches Teilstück der Gemeinde sie in den Mittelpunkt möglicher Projekte stellen möchte: „Die Hetlinger Schanze ist stark frequentiert, verfügt aber über keine geeignete Infrastruktur“, sagte sie. Hier sieht sie Nachholbedarf. Es fehle ein Toilettenwagen, es gebe keine Mülltonnen und keine Bänke. „Außerdem ist dieses Gebiet quasi die Verlängerung des Wedeler Planetenpfades, der hier irgendwie im Nichts endet“, so Monika Riekhof. Auch diesen Missstand würde sie gerne beheben. Vor allem aber geht es den Kommunen um die optimale Nutzung vorhandener Fördertöpfe. Etwa von der Europäischen Union zur Verfügung gestellte Finanzmittel zu generieren und Projekte entsprechend der damit verbundenen Vorgaben zu entwickeln, ist längst eine Wissenschaft für sich. Das gilt auch für das neue Leitprojekt, dem Ausbau des Biotopverbundsystems und seiner Erlebbarkeit.

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