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Schreiben an Verkehrsminister : Regionaler Einsatz für RE-Halt

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ab 2014 wird der Regional-Express Kiel-Hamburg zweimal in der Stunde fahren.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2012 | 21:07 Uhr

Dass der Tornescher Bahnhof als Haltepunkt wieder keine Rolle spielen soll, hat die Bürgermeister der Städte Tornesch und Uetersen sowie der Gemeinden Moorrege, Heidgraben, Heist, Neuendeich, Groß Nordende und Ellerhoop zu einem Bündnis und einem Schreiben an Verkehrsminister Jost de Jager veranlasst. Sie fordern, die Vergabe der RE-Halte noch einmal zu überdenken und im Interesse der 40000 Bürgerinnen und Bürger der Region den RE-Halt am Tornescher Bahnhof durchzusetzen.

Denn die von der Landesverkehrsservicegesellschaft (LVS) in der Vergangenheit angeführten Gründe, die einen Halt der Regionalexpress-Züge am Tornescher Bahnhof nicht möglich machen würden, seien nicht mehr nachvollziehbar. „Seit 20 Jahren fordern wir eine bessere Bahnanbindung sowohl nach Hamburg als auch ins übrige Schleswig-Holstein. Es hat kleine Verbesserungen gegeben. Aber sie entsprechen der Bedeutung unserer Region in keinster Weise“, so der Tornescher Bürgermeister Roland Krügel. Er macht deutlich, dass Elmshorn und Pinneberg als Mittelzentren in Kiel wohl mehr wahrgenommen würden. „Auch wir müssen weiter daran arbeiten, dass Tornesch und Uetersen diese Höherstufung erhalten“, betont Roland Krügel. Denn dass der Tornescher Bahnhof regionale Bedeutung hat, zeigt sich in seiner Frequentierung, die bei durchschnittlich 3200 Fahrgästen täglich liegt. Der Bahnhof gehört damit zu den zehn am stärksten von Reisenden genutzten Bahnhöfen in ganz Schleswig-Holstein.

Dass der RE-Halt für Tornesch bei der jüngsten Vergabe nicht ausgeschrieben war, hat den Tornescher Bürgermeister mehr als verärgert. Niemand habe signalisiert, dass der RE künftig halbstündlich fahren soll. Er fühle sich persönlich betrogen, so Krügel. „Wenn der RE Kiel-Hamburg zweimal stündlich fahren soll und die Fahrzeit um mindestens drei Minuten verkürzt werden kann, greifen die Begründungen für Nichthalte in Tornesch, dass die Strecke Elmshorn-Pinneberg überlastet sei und ein zusätzlicher Halt die Fahrzeit verlängern würde, nicht mehr. Bleibt nur, dass aus politischen Gründen nicht gewollt ist, den RE in Tornesch halten zu lassen. Wir fordern auch für die Reisenden unserer Region eine schnelle Verbindung nach Hamburg und Kiel“, so die Bürgermeister Roland Krügel (Tornesch), Andrea Hansen (Uetersen), Karl-Heinz Weinberg (Moorrege), Udo Tesch (Heidgraben), Jürgen Neumann (Heist), Bärbel Thiemann (Neuendeich), Ute Ehmke (Groß Nordende) und Wiebke Uhl (Ellerhoop).

Dass die Bahn offenbar die Bedeutung des Tornescher Bahnhofs erkennt und in den nächsten Wochen mit der Erhöhung und Verlängerung des Bahnsteigs Richtung Hamburg beginnt, sieht der Tornescher Bürgermeister als positives Zeichen. „Wir als Stadt haben sogar signalisiert, dass wir uns an Kosten für eine Verbesserung der Zuganbindung beteiligen würden. Wir finanzieren ja auch in Oha eine Buslinie mit und haben viel für die Bahnhofsumfeldgestaltung getan“, bringt Roland Krügel in Erinnerung. Nach der Fußgängerbrücke über die Bahngleise und dem P & R-Platz soll nun in diesem Jahr die Fahrradgarage modernisiert werden.

„Die Region wird in Kiel offenbar nicht richtig gesehen. Wir werden vernachlässigt. Auch in Sachen K22 gibt es nur wenig Bewegung“, verweist die Uetersener Bürgermeisterin Andrea Hansen auf ein weiteres regional zu bewertendes Verkehrsanliegen.

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