Hamburger Kirchentag 2013 : Region prägend für Kirchentag

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„Wo lässt sich das Verständnis der Kulturen besser leben, als hier in der Region, wo so viele Kulturen zusammentreffen? Der Geist dieser Region wird den Kirchentag prägen“. Davon ist der Präsident des Kirchentages 2013, Gerhard Robbers, überzeugt.

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01. November 2012, 19:11 Uhr

Mehr als 100 000 Besucher werden im nächsten Mai nach Hamburg kommen, um gemeinsam mit den Menschen hier vor Ort den 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag zu feiern. Das Großereignis, das zum vierten Mal in der Hansestadt gefeiert wird, dauert vom 1. bis zum 5. Mai 2013. In seiner Rede anlässlich des ersten Jahresempfangs des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein in der Rellinger Kirche, stimmte Gerhard Robbers die knapp 200 geladenen Gäste aus Kirche, Wirtschaft und Politik auf das große Glaubensfest des Nordens ein. Wie gut die drei Hauptthemen des Kirchentages, Wirtschaft, Dialog und Demokratie, zu dieser Region passen, erklärte Robbers sehr anschaulich in seiner Ansprache. Die Tradition des ehrbaren Hamburger Kaufmanns gelte es wiederzubeleben. Außerdem wolle der Kirchentag auf die Gewerkschaften zugehen. Beide verbinde das Ziel, denen zu helfen, denen es nicht gut geht. Der Dialog sei nicht immer leicht gewesen, aber wichtig.

Und wo könne man besser als in der von Ökomene geprägten Nordkirche lernen, auf andere zuzugehen und auch den Dialog zwischen den Religionen zu vertiefen? „Unser Grundgesetz verlangt gleichberechtigte Religionen, auch einen gleichberechtigten Islam“, erinnerte der Trierer Professor für Verfassungsrecht und Staatsphilosophie seine Zuhörer, darunter auch prominente Kommunalpolitiker wie Landrat Oliver Stolz, der stellvertretende Kreistagpräsident Dietrich Anders und der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann.

Um die Zukunft der Kirche macht sich Robbers keine Sorge. Vierzig Prozent der Kirchentagbesucher werden unter dreißig Jahren sein. „Ein gutes Zeichen“. Gleichzeitig lud er die Menschen dieser Metropolregion ein, bei dem Fest mitzumachen - als Teilnehmer und Gastgeber: „100000 Besucher brauchen Platz zum Schlafen. Wir sind Schulen und Privatpersonen dankbar, die ihre Räume und Häuser für die Gäste öffnen. Oft sind es gerade diese Begegnungen, wie das Frühstück mit Fremden, die den Kirchentag ausmachen“.

Persönlich freut sich der Präsident des Kirchentages besonders auf ein kulturelles Highlight: die Uraufführung der Oper über Dietrich Bonhoeffer von Kirsten Harms, ehemalige Intendantin der Deutschen Oper in Berlin. Die Oper wird am 2. Mai in der Kulturfabrik Kampnagel uraufgeführt.

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