Ausblick : Region mit Potenzial

Rund 8000 Euro hat es gekostet, das Gutachten eines Berliner Planungsbüros, welches der Kreis Pinneberg mit der Erstellung einer sogenannten „kleinräumigen“ Bevölkerungs- und Haushaltsprognose beauftragt hat. Die Kosten dafür übernahm allerdings das schleswig-holsteinische Innenministerium.

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12. März 2014, 18:14 Uhr

So entstanden dem Kreis kaum Kosten; die Erkenntnisse wären das Geld allerdings so oder so wert gewesen, trotz des Umstandes, dass große Überraschungen nicht zu verzeichnen sind: Wie überall im Bereich der westlichen Industrienationen werden auch im Kreis Pinneberg die Alten mehr, während der Anteil der Jungen an der Bevölkerung sinkt. Bis zum Jahr 2030 – bis dorthin reichen die Prognosen sinnvollerweise nur – wird es 9 Prozent weniger Menschen im Kreis geben, die unter 20 Jahre alt sind; im Bereich der 20 bis 64-Jährigen wird diese Abnahme 3,5 Prozent betragen. Die wohl beeindruckendste Zahl sind indes jene 25 Prozent um die die Zahl der über 65-Jährigen steigen wird. Und das wird (mit wenigen Ausnahmen) vor allem in den ländlichen Gebieten der Fall sein, wo sich das Verhältnis von jungen Menschen zu alten am deutlichsten verschieben dürfte. Im reziproken Verhältnis dazu steht dann natürlich ein Schwund der unter 20 Jahre alten Menschen. Insbesondere im Bereich des Ämter Moorrege, Rantzau und Hörnerkirchen ist dieser Schwund auffällig hoch.

Natürlich profitiert der Kreis Pinneberg durch seine Lage zu Hamburg; diese Verbindung zur Hansestadt wird immer auch dafür sorgen, dass die Fluktuation in beide Richtungen hoch bleiben wird. Aber so ganz wollte Landrat Oliver Stolz den Grund für das recht gute Dastehen des Kreises, der mit Bevölkerungszuwachs rechnen kann, nun auch nicht nur in der Nähe zu Hamburg begründet sehen. „Wir sind eine Region mit Potenzial und werden das auch bleiben. Das liegt auch an den guten Voraussetzungen, die wir hier geschaffen haben“, so Stolz. Und damit wird der Landrat wohl recht haben.

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