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Bilanz : Regio Kliniken: Von rauher See in ruhigeres Fahrwasser

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Regio Kliniken haben im Geschäftsjahr 2011 lediglich einen Verlust von 300000 Euro gemacht. Damit hat sich auch das Defizit gegenüber dem Vorjahr um rund 1,3 Millionen Euro verringert. Zudem konnte das Unternehmen einen Zuwachs an Patienten verbuchen.

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2012 | 21:22 Uhr

„Die Regio Kliniken stehen wieder auf eigenen Füßen“, sagte Geschäftsführer Otto Melchert bei der Präsentation der Bilanzzahlen für das vergangene Geschäftsjahr. Er verwies auf den gestiegenen Umsatz der Regio Kliniken von 141,5 Millionen Euro in 2010 auf nunmehr 146,5 Millionen Euro. Die nun präsentierten Zahlen, die Melchert zusammen mit Finanz-Geschäftsführerin Martina Saurin dem Aufsichtsrat präsentierten, waren deutlich besser, als es noch zum Jahreswechsel erwartet worden war.

Als Gründe für die positive Entwicklung der Regio Kliniken hob Melchert zum einen den erheblichen Zuwachs an Patienten im vergangenen Jahr hervor und nannte zum anderen auch die durchgeführten Sanierungsmaßnahmen, wie beispielsweise die Zentrumsbildung in den Kliniken Wedel (Orthopädie) und Pinneberg (Krebsspezialisten). „Die Strukturmaßnahmen in 2011 haben uns nicht weniger Geld gekostet als bisher, aber wir haben es geschafft, die Arbeitsprozesse zu optimieren“, freut sich Melchert. Dabei haben die Regio Kliniken jedoch kein Personal vor die Tür gesetzt. Im Gegenteil. 2011 wurden sogar neue Vollzeitstellen geschaffen.

Auch 2012 wollen die Regio Kliniken den Weg der Spezialisierung weitergehen. „Wir werden vor allem in die medizinische Ausstattung investieren“, kündigt Otto Melchert an. Insgesamt stehen 10,6 Millionen Euro für neue Investitionen bereit. Die größten Posten sind hierbei der Umbau der Vierbettzimmer im Klinikum Elmshorn, der Umbau der Operationssäle sowie der Bau einer neuen Parkpalette in Pinneberg. „Hiermit sorgen wir für Entspannung der Parksituation am Klinikum und für Entlastung der Anwohnerinnen und Anwohner. Zudem wird wohl im Frühjahr 2012 das neue Eltern-Kind-Zentrum in Pinneberg eröffnet werden.

Dr. Michael Philippi, der als Aufsichtsratsvorsitzender der Sana AG aus München angereist war, zeigte sich zufrieden mit der Arbeit der Regio Kliniken. „Wir haben seit dem Einstieg rund 150 Millionen Euro in die Regio Kliniken investiert. Trotzdem müssen wir weiter daran arbeiten, das Unternehmen wetterfest zu machen.“

Ohne den Verkauf der Regio Kliniken an die Sana AG wäre der Weg des Unternehmens kaum in dieser Art möglich gewesen, da allein das teure Sale-und-lease-back-Verfahren kaum Spielräume für Investitionen gelassen hätte. Die Sana AG hatte direkt nach dem Kauf 25 Millionen Euro als Sofortspritze in die Regio Kliniken investiert.

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