Teures Gesundheitssystem : Regio-Kliniken sehen sich gut gerüstet für den Wettbewerb

Die Regio-Kliniken gehen sehr gelassen mit den Äußerungen des Barmer-GEK-Chefs Christoph Straub um und sehen sich gut gerüstet für den Wettbewerb unter den Kliniken. Die Regio-Kliniken setzen seit Längerem auf eine Spezialisierung ihrer Angebote.

shz.de von
02. Januar 2012, 21:17 Uhr

So wird beispielsweise das Klinikum Wedel zu einem Zentrum für Muskel- und Skeletterkrankungen ausgebaut. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Urologie. „Es müssen niedergelassene Ärzte und angestellte Krankenhausärzte sowohl ambulante als auch stationäre Leistungen erbringen können“, sagte Christoph Straub in einem Gespräch mit der „Welt“ und forderte, Krankenhäuser zu schließen, die nicht genug ausgelastet seien.

Regio-Kliniken-Chef Otto Melchert sieht die Klinikstandorte im Kreis Pinneberg gut aufgestellt und zeigt sich daher sehr entspannt. Der Vorschlag von Christoph Straub ziele vor allem auf die kleinen Grundversorger ab, die Regio-Kliniken hätten aber den im vergangenen Jahr eingeschlagenen Kurs der Spezialisierung ihre Hausaufgaben gemacht: „Mit der Gründung und dem Aufbau von standortübergreifenden Zentren sichern wir die Zukunft für alle drei Standorte und damit auch eine wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung. Den Weg der Zentren sind wir gerade in Wedel mit der Urologie und den Zentren für Endoprothetik, Wirbelsäule und Manuelle Medizin schon gegangen“, so Melchert im Gespräch mit unserer Zeitung. Zugleich verweist Melchert auf die hohe Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten: „Unsere Patienten schätzen zum Beispiel das kleine Wedeler Krankenhaus sehr wegen seiner familiären Atmosphäre. Die hat auch zur sehr guten Bewertung der Klinik bei der Patientenbefragung der Techniker Krankenkasse geführt.“

Im November war das Klinikum Wedel aufgrund der hohen Kundenzufriedenheit mit dem Klinikus-Award der Techniker Krankenkasse ausgezeichnet worden.

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