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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 17:47 Uhr

Bürger-Engagement : RE-Halte sind Ziel

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Politik und Verwaltung bemühen sich seit Jahrzehnten um RE-Halte am Tornescher Bahnhof. Bislang ohne Erfolg. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember wird es zwar Verbesserungen in der Anbindung zum Hamburger Hauptbahnhof (stündliche Verbindung) und neue Züge (Nordbahn) mit mehr Sitzplätzen und Komfort geben, es fallen aber auch bislang komfortable Verbindungen weg. Denn Richtung Kiel und Neumünster wird man von Tornesch aus nur noch mit Umsteigen in Elmshorn kommen.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2014 | 20:36 Uhr

Für Bürgermeister Roland Krügel ein nicht akzeptabler Zustand: „Wir sind doch kein Dorfbahnhof. Wir brauchen keine zusätzlichen Züge, sondern wollen die Halte wie in Elmshorn“. Roland Krügel machte die Politiker des Umweltausschusses, die sich erneut mit dem Thema beschäftigt haben, darauf aufmerksam, dass Arbeitnehmer aus Richtung Norden von Tornesch wegbleiben könnten, weil die Zuganbindung schlechter wird. „Für Tornescher, die in Neumünster oder Kiel arbeiten, wird die Fahrt zum Arbeitsplatz und zurück genauso umständlich und zeitlich länger“. Die Verwaltung hatte im Auftrag der Politik eine Analyse über das mögliche Potential des Tornescher Bahnhofs in Auftrag gegeben mit dem Ziel, deutlich zu machen, wie viele Pendler bei entsprechenden Zughalten am Tornescher Bahnhof einsteigen würden. Das beauftragte Unternehmen Intraplan Consult GmbH prognostizierte, dass beim Halt einer RE-Linie etwa 1000 Personen am Tag und beim Halt von zwei RE-Linien bis zu 1570 Personen am Tag mehr den Bahnhof Tornesch und damit Züge nutzen würden.

Nicht nur die Politiker aller Fraktionen und die Verwaltung wollen nicht locker lassen, hatten sogar angeboten, dass Tornesch Stop-Kosten von Zügen am Tornescher Bahnhof übernimmt, was jedoch an Exklusiv-Halterechten der Nordbahn scheiterte. Auch die Tornescher Bürgerin Gisela Hüllmann will aktiv werden. Sie möchte eine Bürgerinitiative ins Leben rufen und eine Unterschriftenaktion für RE-Halte in Tornesch starten. Wer sich ihr anschließen möchte, sollte unter Telefon 04122/51525 Kontakt aufnehmen. Gisela Hüllmann will 10000 Unterschriften sammeln, „damit sich etwas verändert“, wie sie sagt.

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