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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 10:06 Uhr

Radsport : Rautenbergs grandioses Halbjahr

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wenn Susanne Rautenberg am morgigen Dienstag, 24. Dezember mit ihrem Mann Tom am Weihnachtsbaum sitzt, kann sie auf ein hervorragendes Radsport-Halbjahr zurückblicken. „Die Cross-Saison ist für mich bisher richtig gut gelaufen“, frohlockte die Uetersenerin. In der Gesamtwertung des „Stevens Cyclocross-Cups 2013/2014“ liegt Rautenberg nach sieben Rennen auf dem vierten Platz. Der zweite und dritte Rang sind noch in Reichweite, den Gesamtsieg muss Rautenberg in dieser Saison aller Voraussicht nach ihrer Dauer-Rivalen Lisa Müller-Ott überlassen.

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2013 | 21:56 Uhr

Im September schlug Rautenberg ihr Trainingslager in der Pfalz auf. „Wer sich voll und ganz verausgaben möchte, ist dort genau richtig aufgehoben“, erinnerte sich Rautenberg an die anstrengende, aber für die dann beginnende Cross-Saison sehr hilfreiche Zeit. Am 6. Oktober startete mit dem Rennen in Norderstedt der „Cyclocross-Cup“. Rautenberg belegte am Ende den sechsten Platz (dafür erhielt sie zehn Punkte) und gab unumwunden zu: „Da hatte ich mir etwas mehr erhofft!“ In der darauffolgenden Woche lag die Radsportlerin allerdings mit einer Grippe im Bett – die Krankheit hatte sie wohl schon im Rennen geschwächt.

Am 19. Oktober machte der Cross-Cup erstmals in Hannover Station. Dort wurde das Rennen zugleich als „Bezirksmeisterschaft“ ausgetragen, weshalb sich auch mehrere starke Fahrerinnen aus Niedersachsen in den Sattel schwangen. Mit Platz neun (sieben Zähler) war Rautenberg deshalb zufrieden und stellte rückblickend fest: „Dort machte sich ein Aufwärtstrend bemerkbar!“ Am 3. November ging es in Neumünster weiter. Das dortige Rennen wurde nach drei Wochen Dauerregen zu einer Schlammschlacht, was Rautenberg sehr gefiel: „Ich liebe den Schlamm und den Dreck – und Strecken, bei denen es nicht um Schnelligkeit, sondern um Technik geht, liegen mir!“ Am Ende wurde Rautenberg Dritte und sammelte satte 15 Zähler ein.

Es folgte die kurze Anreise nach Kaltenkirchen, wo sich die Cross-Gemeinde am 17. November traf. Da die eigentlich vorgesehene Waldstrecke durch umgefallene Bäume unbefahrbar war, gab es eine Ersatzstrecke, die laut Rautenberg „eher einem Straßenrennen entsprach“. Auf dem sehr modernen und schnellen Kurs wurde Rautenberg am Ende Fünfte (elf Punkte). Die gleiche Ausbeute erreichte sie am 1. Dezember in Bad Doberan.

Nachdem der Orkan „Xaver“ dafür sorgte, dass Rautenbergs „Heimrennen“ im Liether Gehölz am 7. Dezember abgesagt werden musste (der Nachholtermin ist noch offen), konnte einen Tag später in Hamburg-Volksdorf wie vorgesehen gefahren werden. Auf dem Kurs am Allhornsee, den Rautenberg als „schnell, wendig und verzwickt“ umschrieb, konnte sich die Uetersenerin nach der Hälfte des Kurses leicht von ihren Verfolgerinnen absetzen und kontinuierlich Meter um Meter auf die Top-Drei gutmachen. Zur Belohnung gab es am Ende Platz vier und die „Holzmedaille“ (Rautenberg), die mit 13 Punkten vergoldet wurde. Am 15. Dezember wurde dann noch das Rennen in Kiel, das im Oktober ausgefallen war, nachgeholt. Im Vieburger Gehölz hatte Orkan „Xaver“ ebenfalls für einige kurzfristige Strecken-Änderungen gesorgt. Überrascht stellte Rautenberg dann auch fest, dass es „mitten in Kiel Berge gibt“. Die Uetersenerin fuhr lange vorne mit, ehe sie in einen Baum krachte. „Mit einem anderen Wort kann man dieses Missgeschick nicht beschreiben“, so Rautenberg, die sich glücklicherweise nicht verletzte. Nachdem ihr Rad repariert worden war, kam ein Aufgeben für Rautenberg nicht infrage: „Immerhin habe ich mich nicht überrunden lassen“, stellte sie nach ihrem achten Rang fest, „aber ich kann es besser!“ Dies will sie bereits am 26. Dezember zeigen – denn schon am 2. Weihnachtsfeiertag steht in Hamburg-Harburg mit dem „Weihnachtscross“ der nächste Lauf an. Welche Gedanken Susanne Rautenberg wohl nach diesem Rennen haben wird, wenn sie an ihrem Weihnachtsbaum sitzt?

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