Radsport : Rautenberg erfolgreich

„Hausbau statt Radsport“ hieß es im Frühjahr für Susi Rautenberg. Nachdem sie zusammen mit ihrem Mann Thomas das neue Heim in Haselau bezogen hatte, konnte sie endlich wieder mit dem Radtraining beginnen. Ihr erstes Rennen im Jahr 2012 in Bad Bevensen war dann gleich die „Hölle des Nordens“ – und Rautenberg war mit dem 14. Platz von über 20 Starterinnen, den sie am Ende belegte, „wirklich zufrieden“. Rautenberg über ihre Rennerlebnisse: „Es gab, wie in dieser Region üblich, starken Gegenwind. Und ein Anstieg auf kugeligem Kopfsteinpflaster, fast wie beim Rennen Paris-Roubaix, machten das Rennen zu einer Herausforderung!“ Am Ende konnte Rautenberg ihre Cross-Erfahrungen ausspielen.

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08. Juli 2012, 21:14 Uhr

Ihren zweiten Wettkampf im Jahr 2012 bestritt Rautenberg in Bremen, wo die Landesmeisterschaften der Nordverbände im 1er-Straße anstanden. Ihr Ziel, einen Top-Zehn-Platz, verfehlte Rautenberg als Elfte um zwei Radlängen, war aber trotzdem „sehr stolz“ und erklärte dies wie folgt: „Dafür, dass ich zuvor erst wenige Wochen wieder trainiert habe und mein Kopf nach dem Umzug noch nicht ganz frei war, kann ich sehr zufrieden sein!“ Rautenberg fuhr jede Attacke mit und trat nach jeder Kurve kräftig in die Pedale, um den Anschluss nicht zu verlieren. „Teilweise konnte ich sogar Führungsarbeit übernehmen“, so die Haselauerin. In der letzten Runde verlor Rautenberg in der vorletzten scharfen Kurve zunächst den Anschluss an die Spitzengruppe. „Ich habe aber die Zähne zusammengebissen, mein Rad wie einen Stier an den Hörnern gepackt und erst wieder aufgeschaut, als vor mir das Hinterrad einer Konkurrentin auftauchte“, umschrieb Rautenberg ihre erfolgreiche Aufholjagd.

Kaum hatte sich Rautenberg etwas erholt, folgte auch schon der Schlussspurt: „Ich hatte durchaus eine gute Ausgangsposition, habe es aber leider nicht geschafft, mit den ganz Schnellen mituhalten“, so Rautenberg. Im landesinternen Vergleich mit ihren Konkurrentinnen aus Schleswig-Holstein konnte Rautenberg aber glänzen und ist nun ein weiteres Jahr „Landesvizemeisterin im 1er-Straße“. Über die knapp acht Kilometer lange Rundstrecke im Güterverkehrszentrum Bremen, die es siebenmal zu umrunden galt, sagte Rautenberg: „Die Strecke war langweilig, aber immerhin waren die Straßen hervorragend asphaltiert. Die Meisterschaften waren gut organisiert, wenn auch etwas lieblos in der Ausführung – und für mich war es ein sehr anstrengender Tag!“

Zuletzt startete Rautenberg an einem Wochenende bei zwei Rennen. Zunächst nahm sie sonnabends am „6. Fiefbergen-Rund“ teil. Im Kreis Plön belegte sie, nachdem sie insgesamt 2:17:06,71 Stunden durch die Probstei gefahren war, den 15. Platz. Sonntags in Neumünster beim „Rennen rund ums Freesen-Center“ kam Rautenberg auf den 13. Rang.

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