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Jugendbeirat sucht Nachwuchs : Raus aus dem Netz! Rein in die Lebenswelt!

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Politik in der Rosenstadt läuft Gefahr, bald wieder „unter sich“ zu sein.

Beziehungsweise die Jugendlichen als direkte Ansprechpartner zu verlieren. Deutlich wurde dieses im Verlaufe der jüngsten Sitzung des Jugendbeirates, der am Montagabend im Rathaus zusammentraf, um zum einen Beschlüsse zum geplanten Jugendcafé zu fassen und zum anderen die Wahl zum nächsten Beirat vorzubereiten. Diese findet am 30. April statt, insofern sich genug Kandidaten finden. Derzeit gibt es offiziell zwei Bewerber, Anton Beling, der dem Jugendbeirat bereits angehört, und Kiara Nowatzki. Die 15-Jährige besucht das Ludwig-Meyn-Gymnasium und befand sich unter den wenigen, interessierten Beobachtern dieser Sitzung. Sitzungspräsident war Alexander Bleck, der gleichzeitig Vorsitzender des Gremiums ist. Abgestimmt wurde zunächst über die möglichen Varianten eines Jugendcafés. Integriert werden soll es im früheren Jugendzentrum an der Berliner Straße. Die beiden Wahlmöglichkeiten sollen nun vom Bauamt der Stadt geprüft werden.

Der nächste Beirat wird sich dann mit den Ergebnissen dieser befassen, vorausgesetzt, es kann ein solcher gebildet werden.

Und das ist gar nicht mehr so sicher. Bis morgen (12 Uhr) müssen mindestens sieben weitere Kandidaten gefunden worden sein, sonst fällt die Wahl aus. Die gültige Satzung bestimmt nämlich, dass der Jugendbeirat aus neun Mitgliedern bestehen muss. Bei einem Ausbleiben an Kandidaten wird es zukünftig keinen Jugendbeirat mehr geben. Möglicher Ausweg ist, dass die Ratsversammlung am Montag die Satzung entsprechend verändert. Der Jugendbeirat könnte zum Beispiel aus „bis zu“ neun Mitgliedern bestehen. Dann könnte auch ein Dreier- oder Vierergremium die Fahne des Uetersener Nachwuchses hochhalten.

Die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen ist eine Pflicht, die aus der Gemeindeordnung hervorgeht. Ohne diese dürften so manche Beschlüsse der Gemeindevertretung ungültig sein. Als „Krücke“ könnte im schlimmsten Fall auch das in Uetersen bereits bekannte Jugendforum herhalten, das sich dann wieder mit den nicht selten komplexen Themen auseinandersetzen müsste.

Wer sich nun berufen fühlt, die Interessen der jungen Generation in der Rosenstadt in einem Jugendbeirat zu vertreten und deren Anliegen gegenüber der Politik deutlich werden zu lassen, kann sich noch bis morgen bei Hanna Wegner im Rathaus als Kandidat melden. Rückfragen beantwortet sie unter 04122/714276. Kandidaten müssen mindestens 14 Jahre und dürfen höchstens 21 Jahre alt sein (am Wahltag, 30. April). Zudem müssen sie ihren Wohnsitz in Uetersen haben oder eine Schule in Uetersen besuchen (gilt für Jugendliche, die in Groß Nordende, Heidgraben, Moorrege oder Neuendeich leben).

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erstellt am 17.Mär.2015 | 21:29 Uhr

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