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Uetersener Nachrichten

11. Dezember 2017 | 20:40 Uhr

Rathaus-Sanierung erst ab 2020?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

verwaltungMaßnahme kann nicht wie geplant in diesem Jahr starten / Sachbearbeiter ist zeitlich gebunden

von
erstellt am 15.Mai.2017 | 15:02 Uhr

Das Tornescher Rathaus muss dringend saniert werden, so viel steht fest. Unklar ist allerdings, wann die Arbeiten beginnen können. Wie die Verwaltung jetzt mitgeteilt hat, ist ein Baubeginn in diesem Jahr − so wie ursprünglich geplant − nicht mehr möglich. Stattdessen wird nun der Herbst 2020 avisiert. Das von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zugesagte Darlehen ist damit zunächst futsch.

Als Grund für die Verzögerung wird ein personeller Engpass genannt. Der zuständige Sachbearbeiter sei durch Projekte, die in diesem Jahr neben dem regulären Tagesgeschäft abgearbeitet werden müssten, zeitlich gebunden, heißt es in einer Beschlussvorlage der Verwaltung für die heutige Sitzung des Tornescher Hauptausschusses. Angeführt werden die Sanierung und Erweiterung des DRK-Kindergartens, die Sanierung der Aufzugsanlage am Bahnhof sowie der Umbau der Johannes-Schwennesen-Schule. Wegen der angelaufenen Planungen für die Sanierung der Klaus-Groth-Schule ist laut Verwaltung die Kapazität einer Vollzeitstelle erreicht, so dass die gleichzeitige Bearbeitung der Rathaus- und der KGS-Sanierung auch in 2018 nicht möglich sei.


Zuwendungsbescheid zurückgeschickt


Den Zuwendungsbescheid der KfW-Bank musste die Stadt bereits wieder zurücksenden. Doch damit nicht genug: Die Verschiebung der Sanierung führt dazu, dass gegen arbeitsschutzrechtliche Maßnahmen verstoßen wird. „Dies ist äußerst bedauerlich, angesichts der personellen Kapazitäten jedoch leider unabänderlich“, heißt es dazu vonseiten der Verwaltung.

Als möglicher neuer Sanierungsbeginn wird der Herbst 2020 vorgeschlagen. Aus zwei Gründen: Zum einen würde sich laut Stadt die Arbeitsbelastung des Sachbearbeiters bis dahin verringern und zum anderen würde die Prolongation eines Kommunaldarlehens − die Verlängerung von dessen Geltungsdauer − für zusätzlichen finanziellen Spielraum sorgen. Eine Förderung durch die KfW-Bank kann zwar erneut beantragt werden, ist jedoch keinesfalls sicher.

Die Mitglieder des Hauptausschusses sollen nun ihren im April gefassten Beschluss, die Sanierungsmaßnahme des Rathauses aus 2018 in das Jahr 2017 vorzuziehen, zurücknehmen und einen neuen Baubeginn festlegen. Getagt wird heute Abend, ab 19 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses.

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