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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 21:40 Uhr

Forderung : Rat verabschiedet K22-Resolution

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nach Uetersen (die UeNa berichteten) hat auch die Tornescher Ratsversammlung eine Resolution verabschiedet, die zur Beschleunigung des K 22-Baus beitragen soll. Auf Antrag der CDU-Fraktion hatte der Bau- und Planungsausschuss eine Resolution an die Landesregierung Schleswig-Holstein und Verkehrsminister Reinhard Meyer verfasst, der von der SPD ergänzt und um die Adressaten Kreistag und Landrat Oliver Stolz erweitert wurde.

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erstellt am 16.Mär.2016 | 19:11 Uhr

Tornesch. Nach Uetersen (die UeNa berichteten) hat auch die Tornescher Ratsversammlung eine Resolution verabschiedet, die zur Beschleunigung des K 22-Baus beitragen soll. Auf Antrag der CDU-Fraktion hatte der Bau- und Planungsausschuss eine Resolution an die Landesregierung Schleswig-Holstein und Verkehrsminister Reinhard Meyer verfasst, der von der SPD ergänzt und um die Adressaten Kreistag und Landrat Oliver Stolz erweitert wurde. Der Bau der K 22, die von Uetersen aus über den Wischmöhlenweg verlaufen und durch eine Bahnunterführung an den Großen Moorweg anschließen soll, könnte durch Mittel des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) gefördert werden. Bedingung dafür ist, dass der Bau bis 2019 fertiggestellt und abgerechnet sein muss. Der Planfeststellungsbeschluss soll sich aber auf den Sommer 2017 verschieben, in der Zwischenzeit sollen Nachbesserungen hinsichtlich des Artenschutzes, im Besonderen von Fledermäusen und Kiebitzen, erfolgen. „Bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Fördermöglichkeit aus GVFK-Mitteln aufgrund des engen Zeitfensters fraglich.

Bei einer weiteren Verzögerung ist es nunmehr kaum möglich, das Zeitfenster bis 2019 einzuhalten“, heißt es in der Resolution. Landrat Oliver Stolz wird daher von der Ratsversammlung der Stadt Tornesch aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die zuständigen Fachplaner die Überplanung der K 22 unverzüglich zum Abschluss bringen. An Kreistag und Landesregierung wird appelliert, „alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Planung der K 22 voranzutreiben“. Zudem soll das Land eine Förderung der Trasse über 2019 hinaus ermöglichen.

Manfred Mörker, Vorsitzender der SPD Tornesch, ärgerte sich über die erneute Verzögerung des Baubeginns: „Wir müssen auch beim Kreis Dampf machen, dass die ihre Hausaufgaben machen. Es ist aus meiner Sicht völlig unzureichend, wie da gearbeitet wird.“ Die Planfeststellungsbehörde habe aus Personalmangel Unterlagen ein Jahr lang unbearbeitet liegen lassen. Auch hätten die erforderlichen Nachbesserungen in Sachen Artenschutz sehr viel früher kommuniziert werden müssen. 19 der 21 Ratsmitglieder stimmten für die Resolution, CDU und SPD stützten sich gegenseitig in ihren Anträgen. Gegen die Resolution stimmte die Fraktion der FDP. Deren Vorsitzender Gunnar Werner begründete: „Wir sind nicht gegen die K 22, sondern gegen die Streckenführung“, die Tornescher FDP favorisiert eine Ortsumgehung. Auch in Moorrege und Neuendeich sollen ähnlich lautende Resolutionen verabschiedet werden, kündigte Christopher Radon (CDU) an. Denn wie aus dem Text hervorgeht, biete eine verbesserte Anbindung Uetersens über die K 22 an die A 23 nicht nur Vorteile für Uetersen und Tornesch, sondern auch für die umliegenden Gemeinden und damit für insgesamt 50000 Einwohner.

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