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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 20:16 Uhr

Rasern Einhalt gebieten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bereits im Dezember 2010 hatten sich die Mitglieder des Bauausschusses für die Aufstellung von Dialog-Displays zur Geschwindigkeitsanzeige für eine präventive Schulwegsicherung ausgesprochen. Die Christdemokraten hatten das Thema eingebracht, recherchiert, was die Anschaffung von Dialog-Displays kosten würden und waren mit ihrem Anliegen, für mehr Verkehrssicherheit vor Schulen und Kindergärten zu sorgen, mehrheitlich bei den anderen Fraktionen auf offene Ohren gestoßen.

Beschlossen worden waren als Standorte die Wilhelmstraße/Königsberger Straße, die Friedlandstraße/Klaus-Groth-Straße, die Esinger Straße und der Baumschulenweg in Höhe des AWO-Kindergartens Merlinweg. Die Verwaltung war beauftragt worden, die bestmöglichen Standorte für die Dialog-Displays bezüglich der Stromversorgung zu ermitteln. Dazu hatte es mit Fachleuten Ortstermine gegeben. Im Ergebnis dessen und im Zusammenhang mit den geschätzten Kosten hatte die Verwaltung der Politik nun vorgeschlagen, auf die Standorte Baumschulenweg und Esinger Straße zu verzichten. Für den Standort Baumschulenweg wies die Verwaltung darauf hin, dass das Verkehrsaufkommen eine Aufstellung nicht rechtfertigen würde. Erhöhtes Verkehrsaufkommen in Kindergartennähe werde durch Eltern erzeugt, die ihre Kinder mit dem Auto in die Einrichtung bringen. Eine Gefährdung der Kinder durch den Straßenverkehr sei nicht erkennbar. Für den Display-Standort Esinger Straße in Höhe der Johannes-Schwennesen-Schule machte die Verwaltung darauf aufmerksam, dass ortseinwärts eine Aufstellung ohne Probleme möglich sei, da die Stromversorgung über die Straßenbeleuchtung erfolgen könne.

Ortsauswärts sei in der langgestreckten Kurve allerdings die Situation schwierig. Das Display müsste weit vorher aufgestellt werden und die Stromversorgung sei nur über Wechselakkus möglich, was entsprechende Folgekosten verursache.

Die anfangs für vier Display-Standorte von der CDU angebenen Kosten in Höhe von 13000 Euro lagen nach Einholung eines Angebotes nun bei fast 25000 Euro zuzüglich Kosten für Transport, Installation, Zuleitungen von der Straßenbeleuchtung und Folgekosten für Wartung und Personal in Höhe von mindestens 12000 Euro.

Die Verwaltung schlug daher vor, auf die Standorte Baumschulen Weg und Esinger Straße zu verzichten. Doch Rolf König (SPD) und der Christdemokrat Henry Stümer betonten, dass Kosten nicht ausschlaggebend sein dürften, wenn es um die Schulwegsicherung gehe. Henry Stümer forderte zudem, die Dialog-Displays mit Klassifizierungsradars auszurüsten. Auch der FDP-Vertreter Karlheinz Böhmke merkte an, dass es „unfair“ sei, „nur um Kosten zu retten“, zwei Standorte zu streichen.

Einstimmig sprachen sich CDU, SPD, Grüne und FDP nun für die drei Standorte Esinger Straße, Friedlandstraße/Klaus-Groth-Straße und Wilhelmstraße/Königsberger Straße und die Erweiterung der Displays mit Klassifizierungsradaren aus. Derzeit werden Angebote mit der zusätzlichen Ausstattung eingeholt. Die Verwaltung geht davon aus, dass zum neuen Schuljahr die Displays aufgestellt werden könnten.

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erstellt am 27.Mai.2011 | 12:22 Uhr

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