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Wenzel Hablik : Raritäten eines Universalkünstlers

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die neueröffnete Ausstellung „Raritäten“ von Wenzel Hablik im gleichnamigen Museum, sollte der Kunstfreund nicht versäumen. Gemeinsam mit Werken aus dem Bestand des Wenzel Hablik-Museums sind Leihgaben anderer Sammlungen, erstmals an dem Ort, an dem der Künstler 27 Jahre lang wirkte, zu besichtigen. Zahlreiche Möbel und Metallkunstarbeiten, die sich seit ihrer Entstehungszeit im privaten Familienbesitz der Käufer befanden, darunter auch bemerkenswerte Gemälde aus Privaträumen aus der ganzen Republik sind zusammengetragen worden. Anlass ist ein Doppeljubiläum in diesem Jahr: Die Wenzel-Hablik-Stiftung feiert ihr 30-jähriges Bestehen und das Wenzel-Hablik-Museum besteht 20 Jahre in der Reichenstraße 21.

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erstellt am 26.Mär.2015 | 19:02 Uhr

Wenzel Hablik (1881-1934) war schon zu Lebzeiten ein gefragter Universalkünstler. In Itzehoe wirkte er als Maler, Grafiker, Kunsthandwerker, Innenarchitekt und Visionär und lebte dort mit seiner Ehefrau, der Webmeisterin Elisabeth Lindemann.

Seit seiner Studienzeit, die Hablik in Wien und Prag verbrachte, lässt sich der Einfluss vom Jugendstil hin zum Expressionismus sehr gut in seinen Arbeiten verfolgen. Auf der Kunstgewerbeschule in Wien probierte er grafische Ausdrucksmittel für sich aus und schuf 1903 ein erstes Märchenbuch, das eindeutig dem Jugendstil zugerechnet werden kann. Eines der Hauptmotive Habliks ist die Bergwelt. Er war am Fuße des Erzgebirges aufgewachsen und immer schon faszinierte ihn Kristall. Eine Reise 1906 nach Paris endete aus Geldnot in den Alpen. Hier wagt er allein die Besteigung des Mont Blanc. In dem Ölgemälde „Sonnenuntergang Mont Blanc“ wird malerisch sein Gefühl erkennbar, indem er bereits den Schritt hin zum Expressionismus vollzogen hat. In der Farbgebung ist Habliks euphorisches Erleben sichtbar. Danach widmet sich der Künstler verstärkt der Malerei. Viele Landschaftsbilder und einige Marktszenen aus seiner böhmischen Heimatstadt Brüx entstehen. Nach Sylt kommt Hablik 1907 durch ein Stipendium und entdeckt neue Bildthemen. Hablik lernt dort seinen Mäzen und Freund Richard Biel kennenund lässt sich kurze Zeit später in Itzehoe nieder. Es folgt um 1920 die Zeit, wo sich Hablik als Innenarchtitekt betätigt. Es folgen immer neue Entdeckungen im Leben Wenzel Habliks, wie Farbstudien, Tuschezeichnungen u. v. a., die sich in der Ausstellung noch bis zum 21. Juni besichtigt werden können.

Das Rahmenprogramm sieht am Sonntag, 29. März von 14 bis 17 Uhr, eine Besichtigung von Habliks-Wandmalereien im ehemaligen Hablik-Haus, Talstraße 14 in Itzehoe, vor. (Eine Anmeldung ist nicht erforderlich).

Geöffnet: Di.-Sa. 14 - 17 Uhr. So. und am Feiertag 11-17 Uhr.

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