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Unterstützung : „Ramsauer ist auf dem Holzweg“

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Bund muss weiter in der Pflicht bleiben, wenn es um den Küstenschutz auf Helgoland geht. Hieran bestand absolute Übereinstimmung zwischen dem Helgoländer Bürgermeister Singer, Bürgervorsteher Botter und dem Kreis Pinneberger Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann anlässlich des jüngsten Arbeitsbesuchs des Politikers auf der Insel.

Bürgervorsteher Peter Botter machte im Arbeitsgespräch im Inselrathaus darauf aufmerksam, dass diese Ver-pflichtung des Bundes ein Grundpfeiler der Helgoland-Entwicklung der letzten Jahrzehnte gewesen ist. Botter: „Helgoland ist zwar ein starker Fels, aber braucht dennoch einen exzellenten Küstenschutz, wenn die Substanz der Insel weiter gesichert bleiben soll.“ Dies sei aber keine Aufgabe des Landes oder des Kreises Pinneberg, sondern ist in den Fünfzigerjahren nicht ohne Grund vom Bund als nationale Aufgabe übernommen worden, ergänzte Bürgermeister Singer. Der Kreis Pinneberger Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann kann sich deshalb auch nicht vorstellen, dass Verkehrsminister Ram-sauer mit seinen Plänen, die Insel aus dem nationalen Küstenschutz und der Finanzverantwortung des Bundes zu nehmen, Erfolg haben wird. Rossmann: „Hier ist Ramsauer auf dem Holzweg und sollte sich von diesen Plänen möglichst schnell verabschieden, denn sie schaffen nur Unruhe und behindern die weitere Entwicklung der Insel.“

Dass es auf Helgoland bei Forschung und Windenergie, aber auch im Tourismus positive neue Entwicklungen gibt, wurde den SPD-Politikern bei verschiedenen Besuchen und Gesprächen sehr schnell deutlich. So nahm die SPD-Delegation noch einmal direkt das neue Werkstattgebäude des Alfred-Wegner-Institutes in Augenschein, das für 1,65 Millionen Euro entstanden ist und mit der neuen Werkstatt exzellente Bedingungen für die Unterstützung von Wissenschaft und Forschung im technischen Bereich bietet. Bis zu zwölf Mitarbeiter finden dort im Bereich Service und Technik im Ökolabor der Biologischen Anstalt am Südhafen der Insel Platz. Mit dem neuen Werkstattgebäude ist mitten in der Nordsee eine weitere Absicherung der Biologischen Anstalt als Wissenschaftszentrum auf Helgoland verwirklicht worden.“

Auf großes Interesse beim Kreis Pinneberger Bundes-tagsabgeordneten stieß auch der Fortgang der Baumaßnahmen zur Erschließung von weiteren Gewerbeflächen am Südufer und der Einrichtung als Offshore-Servicestelle. Nachdem die Bodenflächen erfolgreich von sämtlichen Kampfstoffen geräumt worden sind, sind aktuell bereits Baumaßnahmen für neue Wirtschaftswege und die notwendigen Hallen für die Offshore-Versorgung zu sehen. Bürgermeister Singer: „Noch kein Boden auf Helgoland ist besser durchsiebt worden als diese Flächen, damit wir wirklich sicher sind, dass es hier keine Spätfolgen durch Kampfstoffe geben kann.“ Offen bleibt jetzt noch die Gestaltung der Hafenanlagen für die Serviceschiffe, die im Detail geplant und in ein Langfristkonzept umgesetzt werden muss.

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erstellt am 01.Aug.2013 | 21:19 Uhr

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