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Friedhofsbegehung : Rampe für Rollis und Kinderwagen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein behindertengerechter Seiteneingang zum Friedhof, ein Zaun zum Schutz vor hungrigen Rehen und Raum für einen Friedwald, der von immer mehr Hinterbliebenen gewünscht wird – das sind nur drei Punkte einer Prioritätenliste, die der Fachausschuss für Kleingarten, Friedhof und Wegeschau der Gemeinde Heist erarbeitet hat. Bei einer Begehung des Gemeindefriedhofes stellten Vorsitzender Klaus-Dieter Redweik (SPD) und Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) vor, was bereits umgesetzt werden konnte, was jetzt im Frühjahr angepackt wird und was geplant ist.

shz.de von
erstellt am 19.Apr.2016 | 20:12 Uhr

„Die Beerdigungskultur hat sich verändert. Etwa ein Sechstel der Gräber wurden in den vergangenen Jahren aufgegeben“, so Redweik. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Urnenbeisetzung. Die entstandenen Freiflächen sollen begrünt werden, damit der Parkcharakter erhalten bleibt.

Ein angrenzendes rund 10000 Quadratmeter großes Gelände, das als Erweiterungsfläche vorgesehen war, wird nicht mehr benötigt. Über eine anderweitige Nutzung hat die Gemeinde noch nicht entschieden. Ein Heistmer Bürger hinterließ der Gemeinde das 15000 Quadratmeter große Grundstück an der Wedeler Chaussee zweckgebunden als Legat. Der Heistmer Friedhof, der hier entstand, ist deshalb gemeindlich. Alle Beschlüsse, die ihn betreffen, fallen im Gemeinderat. „Man kann sagen, dass eine Bauhof-Mitarbeiterstelle auf die Arbeiten auf dem Friedhof entfällt“, sagte Neumann. Etwa ein Drittel des Friedhofs werden als Park angesehen. Diese Bereiche und etwa 50 der 500 Gräber werden vom Bauhofteam gepflegt.

Zusätzlich zu den laufenden Posten bewilligte das Gemeindeparlament Sondermittel für die auf drei Jahre angelegte Initiative, den Friedhof zu verschönern und ihn an die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen anzupassen (siehe Kasten). „Der Friedhofsausschuss ist der am wenigsten politische Ausschuss“, sagte der Bürgermeister. Die Zusammenarbeit der elf Mitglieder der Planungsgruppe ist konstruktiv und harmonisch. „Viele Ideen hat CDU-Gemeindevertreter Hans-Jürgen Voss eingebracht“, ergänzte Sozialdemokrat Redweik. Der Ausschuss kommt dreimal im Jahr zusammen. Das nächste Treffen findet im Sommer statt. Bei einer Begehung wird entschieden, welche Punkte der Liste als nächste angepackt werden.

Maßnahmen, den Friedhof zu verschönern und den Bedürfnissen anzupassen

„Die Rehe fraßen die Blumen schon von den Kränzen, bevor die Trauernden den Friedhof verlassen hatten“, sagte Bürgermeister Jürgen Neumann. Verärgerte Heistmer beschwerten sich. Vor zwei Jahren wurde deshalb ein Zaun gezogen. Ein letztes Teilstück fehlt. Es soll jetzt geschlossen werden. Kontinuierlich wird abgearbeitet, was der Friedhofsausschuss um Vorsitzenden Klaus-Dieter Redweik (SPD) und Initiator und Ideengeber Hans-Jürgen Voss (CDU) seitdem erarbeitet und in einer Prioritätenliste zusammengefasst hat. Ganz oben steht der barrierefreie Umbau des Friedhofzugangs vom Parkplatz am Heideweg. „Wir wollen hier eine Rampe bauen, die mit Rollatoren, Rollstühlen und Kinderwagen gut nutzbar ist“, so Redweik, der den Ausschuss seit zehn Jahren leitet. Baubeginn ist jetzt im Frühjahr.

In Planung ist ferner, die Freiflächen zu begrünen, die Gedenksteine des Ehrenhains neu zu beschriften, den Bauhof vom Sportplatz an den Friedhof zu verlegen und für das Equipment zusätzlich zu den vorhandenen Holzschuppen einen Container aufzustellen. Die Treppe, die vom Ehrenhain zum Hauptweg und zur Kapelle führt, wurde bereits neu verlegt. An der Rückwand der 110 Jahre alten Friedhofskapelle lehnen als ein Stück Heimatgeschichte historische Grabsteine. Auch dies ist eine Initiative der Mitglieder des Friedhofsausschusses. Auf dem Heistmer Friedhof sind der Nachfrage entsprechend viele Beisetzungsformen möglich. Es wurden Einzelurnengräber, Bereiche für anonyme Bestattungen und ein Friedwald unter altem Baumbestand geschaffen.

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