Raiffeisenbank weiter im Aufwind

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Nach drei wirtschaftlich guten, aber zwischenmenschlich schwierigen Jahren wächst in der Raiffeisenbank Seestermüher Marsch die Hoffnung auf ruhigeres Fahrwasser. Am Freitag werden Vorstand und Aufsichtsrat offiziell die Zahlen für das Geschäftsjahr 2013 vorstellen. Anlass zur Kontroverse bietet die Bilanz nicht.

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07. Juli 2014, 20:54 Uhr

„Wir haben gute Zuwächse erzielt“, sagte Bankdirektor Jan Reese. Die Bilanzsumme stieg, vollkommen unbelastet von Kreditausfällen, im vergangenen Jahr auf 38,1 Millionen Euro (2012: 37,2 Millionen Euro). Getragen wird dieses Ergebnis von aktuell 2180 Kunden (2152) und einem dank großer Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten gestiegenen Kreditvolumen. Es lag 2013 bei 31,9 Millionen Euro und damit 10,4 Prozent über dem Ergebnis von 2012 (28,9 Millionen Euro).

Das Volumen der durch die Bank betreuten Kundeneinlagen legte ebenfalls deutlich zu und lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 71,4 Millionen Euro (67,8 Millionen). Profitiert hat das Unternehmen vor allem durch den Zulauf von Kunden aus den Kommunen rund um das Kerngebiet. „Wir betreuen seit 2013 110 zusätzliche Girokonten, die Kunden bei uns eröffnet haben“, so Vorstand Jens Hüllmann.

Nicht ausgewirkt hat sich die Tatsache, dass die Gemeinde Seestermühe das Rücklagenkonto inzwischen durch eine andere Bank betreuen lässt, wie Bürgermeister Thorsten Rockel auf UeNa-Nachfrage bestätigte.

„Auch wenn das die Bilanz nicht berührt, bedauern wir die Entscheidung der Gemeinde Seestermühe und bleiben in jedem Fall miteinander im Gespräch“, sagte Jan Reese. Auch Aufsichtsratschef Manuel Feldt hofft darauf, dass die Mitgliederversammlungen zukünftig wieder von einer konstruktiven Sacharbeit geprägt sein werden. „Die Zahlen sind gut und sprechen für sich.“ Abseits der wirtschaftlichen Bilanz sei es außerdem gelungen, zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wieder eine Atmosphäre des Vertrauens zu schaffen. „Wir arbeiten konstruktiv und in einer guten Gesprächskultur zusammen“, sagte Manuel Feldt. Jan Reese bestätigte auf Nachfrage, die Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr habe einen Prozess hin zu mehr Transparenz in Gang gesetzt. „Wir haben zahlreiche Gespräche geführt und die Fragen von Kunden und Mitgliedern beantwortet“, sagte er. Auch in Zukunft seien Vorstand und Aufsichtsrat jederzeit gesprächsbereit.

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