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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 13:56 Uhr

DRK vor Ort : Räume und Ehrenamtliche gesucht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Auch am jüngsten Ausgabetag in der DRK-Kleiderkammer im POMM 91 herrschte von 14 bis 16 Uhr reger Betrieb. Vor allem Flüchtlinge schauten vorbei, um sich mit Winterkleidung zu versorgen. Die ehrenamtlichen Helferinnen um Hertha Holstein und Annerose Niegel und bereits in der Kleiderkammer mithelfende Flüchtlinge gingen wie gewohnt freundlich, hilfsbereit und versiert auf die Anliegen der Bedürftigen ein, schauten an den Ständern und in den Regalen nach entsprechenden Kleidungsstücken und gaben sie zur Ansicht und auch Anprobe weiter.

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erstellt am 21.Jan.2016 | 19:42 Uhr

Am Dienstag hatten die engagierten DRK-Helferinnen jedoch auch Besuch von zwei Mitgliedern des CDU-Stadtverbandes: der stellvertretende Vorsitzende Daniel Kölbl und Beisitzerin Maren Cordts waren der Einladung ihres Parteifreundes und DRK-Ortsvereinsvorsitzenden Manfred Irgens gefolgt, sich vor Ort über die Arbeit, die von Ehrenamtlichen in der Kleiderkammer unter räumlich beengten Verhältnissen geleistet wird, zu informieren.

Sowohl der Ausgaberaum, als auch der Raum, in dem die Kleiderspenden mittwochs von 14 bis 16 Uhr entgegengenommen, sortiert und zum Teil gelagert werden, sind kaum noch zumutbar. Auch einen ansprechenden Wartebereich für die Bedürftigen gibt es nicht. Sie stehen an manchen Ausgabetagen dicht gedrängt im Flur.

„Wir waren mit der Kirchengemeinde über Räume im Bonhoefferhaus im Gespräch. Aber nun braucht die Stadt die Räume für Kindergartenplätze. Wir sind also weiter auf der Suche nach einem geeigneten Domizil für unsere Kleiderkammer“, erläuterte Manfred Irgens den CDU-Politikern.

Und er machte deutlich, dass der DRK-Ortsverein alle Aufgaben auf ehrenamtlicher Basis leistet. „Wir haben viele Mitglieder, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen unserer Angebote im DRK-Ortsverein engagieren, aber wir brauchen weitere Ehrenamtliche, um weitere Angebote vor allem für jüngere Menschen etablieren zu können“, machte der DRK-Ortsvorsitzende deutlich.

So engagiert sich der DRK-Ortsverein im Schulsanitätsdienst an den Tornescher Schulen, würde aber gerne auch wieder eine Jugend-Rot-Kreuz-Gruppe oder andere Aktivitäten für jüngere Mitglieder ins Leben rufen. Geplant ist auch die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde im Bereich Flüchtlingsintegration.

„Wir wollen Integrationsgruppen bilden, in denen wir den Flüchtlingen durch gemeinsame Aktivitäten unsere heimische Natur, den Obst- und Gemüseanbau und unsere Speisen und Getränke nahe bringen“ erläuterte Manfred Irgens Überlegungen des DRK-Ortsvereins. Auch für diese Aktivitäten werden Interessierte und jüngere DRK-Mitglieder gebraucht, die sich ehrenamtlich einbringen wolen.

CDU Tornesch will DRK-Ortsverein bei Suche nach neuen Räumen für die Kleiderkammer unterstützen

Durch die Ausgabe von Bekleidung an Bedürftige sei der DRK-Ortsverein ein wesentlicher Akteur der Tornescher Zivilgesellschaft, hob der stellvertretende CDU-Stadtverbandsvorsitzende Daniel Kölbl nach dem Informationsbesuch in der DRK-Kleiderkammer hervor. „Es ist schön zu erleben, mit wie viel Fließ, Engagement und Lebendigkeit die Kleiderkammer von zahlreichen Helferinnen und Helfern betrieben wird“, sagte er.

Ziel des Treffens mit dem DRK-Ortsvorsitzenden Manfred Irgens und den ehrenamtlichen DRK-Helfern sei gewesen, einen tieferen Einblick in die Arbeit des DRK vor Ort zu bekommen und in Erfahrung zu bringen, wie die CDU Tornesch auf politischer Ebene die Arbeit des DRK-Ortsvereins unterstützen könne.

„Für uns wurden drei Punkte deutlich“, so Daniel Kölbl.

1. Das DRK hat Bedarf an größeren Räumlichkeiten, um die Kleiderspenden besser lagern und präsentieren zu können.

2. Der Bedarf an Bekleidung für jüngere Menschen ist sehr hoch. Und allein aus dem Respekt gegenüber den ehrenamtlichen Helfern sollten die Spender die Kleidung in einem zumutbaren Zustand abgeben.

3. Aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens werden engagierte Mitglieder gesucht. „Wir werden uns als CDU für eine weitere Stärkung des Ehrenamts einsetzen und in unseren Bürgergesprächen für mehr Engagement und die Möglichkeiten, sich ehrenamtlich einzubringen, werben“, betont der stellvertretende CDU-Ortsvorsitzende. Was die Raumnot des DRK-Ortsvereins betreffe, so sei zwischen CDU und DRK der Austausch mehrerer Ideen erfolgt.

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