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Fahrradgarage : Räder bleiben vorerst im Regen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Fahrradgarage am Bahnhof ist nicht nur optisch in die Jahre gekommen. Sie wird kaum genutzt, was die vielen auf dem Bahnhofsplatz abgestellten Fahrräder zeigen. Bereits vor fünf Jahren segneten die Mitglieder des Bauausschusses ein Sanierungskonzept mit Verglasung der Fassade ab. Die Kosten wurden damals auf 400000 Euro geschätzt. Da die Umgestaltung des Gebäudes Bestandteil der finanziell vom Land geförderten Bahnhofsumfeldgestaltung ist, zu der die bereits erfolgten Baumaßnahmen Fußgängerbrücke, Parkplatz und Fahrradständer auf der Ostseite der Bahn gehören, waren auch für die Fahrradgarage im Finanzierungsprogramm 2013-2017 Fördermittel bewilligt worden.

Doch die Sanierung verzögerte sich, da sich weder der Kreis Pinneberg noch das Eisenbahnbundesamt für die Erteilung der Baugenehmigung zuständig zeigten. Ende 2012 teilte das Eisenbahnbundesamt mit, dass von dort keine Genehmigung erforderlich sei und die Entscheidung der Umgestaltung allein der Stadt Tornesch obliege. Die wartete nun erst einmal die Bahnsteigerhöhung Richtung Hamburg ab, um festzustellen, ob die Planung aus dem Jahr 2008 zur Umgestaltung der Fahrradgarage so erhalten bleiben kann. Dies sei der Fall, erfuhren nun die Politiker des Bauausschusses. Lediglich Anpassungen an Technik und Ausstattung wie Photovoltaik auf den Dachflächen unter anderem zur Versorgung von Dockstationen für E-Bikes und die Anpassung des Vordaches seien notwendig.

Doch im April war auf Antrag der SPD hin die Verwaltung beauftragt worden, zu prüfen, ob nicht ein Abriss der Fahrradgarage und ein Aufstellen von überdachten Fahrradständern wie auf der Ostseite der Gleise sinnvoll sei. Denn diese 88 Fahrradständer werden gut genutzt. Die Verwaltung sollte eine Übersicht erstellen, wie viele Räder auf der Westseite der Bahn in dieser Art untergestellt werden könnten. Die Verwaltung hatte aber nur aufgeführt, dass in einer umgebauten Fahrradgarage ebenerdig etwa 200 bis 280 Räder Platz hätten und wies darauf hin, dass die Planung des Umbaus mit dem Fördergeldgeber abgestimmt sei. „Wenn wir jetzt etwas Neues machen, müssen wir die Fördergelder neu beantragen und uns hinten anstellen“, so Bürgermeister Roland Krügel.

Manfred Mörker warf der Verwaltung „mangelnde Fantasie“ vor. Er hätte sich einen neuen Entwurf mit überdachten Fahrradständern und Fahrradboxen gewünscht. „So eine Variante ist kostengünstiger. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dafür kein Fördergeld fließen sollte“, so Mörker. Er erhielt von seinen Genossen Rückendeckung, die sich ebenfalls für eine „offene, einsehbare und günstigere“ Variante aussprachen und von der Verwaltung eine Übersicht über eine mögliche Anzahl von Fahrradstellplätzen sowie eine Planung mit überdachten Fahrradständern und Toilettenhäuschen forderten.

Verwaltung soll neue Planung vorlegen Bauausschussvorsitzender Henry Stümer betonte, dass die Christdemokraten den Verwaltungsentwurf unterstützen würden. „Aber wenn ich die SPD richtig verstehe, wird die Entscheidung verschoben“, sagte er. Dem Bauausschuss gehören fünf SPD-Mitglieder, drei CDU-Mitglieder und Karlheinz Böhmke (Bürgerliches Mitglied, FDP) an. Auch Böhmke machte deutlich, dass er ein „Verschieben“ nicht befürwortet: „Stellt die Fahrradgarage nicht auch einen gewissen Lärmschutz dar? Wir sollten so sanieren, wie die Verwaltung vorgeschlagen hat.“

Doch die Verwaltung plant nun neu, will das aber so tun, dass kein neuer Förderantrag gestellt werden muss.

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erstellt am 03.Sep.2013 | 21:46 Uhr

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