Vorhaben / Hemmnisse : Radtour und Gespräche vor Ort

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In das Gewerbegebiet am Spökerdamm und vorbei an dem geplanten Wohn- und MarktTreff-Gebiet zwischen Drosselstieg, Betonstraße und Am Wall führte die Radtour, die der Kreis Pinneberger SPD Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann mit seinen Heidgrabener Parteifreunden Bürgermeister Udo Tesch, Kurt Böge und Gerhard Lohse unternahm, um sich über Vorhaben in der Gemeinde zu informieren und darüber mit seinen Begleitern in Gedankenaustausch zu treten.

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13. Juli 2012, 19:48 Uhr

Fortgeführt wurden die Informationen über Planungen zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur, eine gewünschte Betriebserweiterung sowie die MarktTreff-Planung und damit im Zusammenhang stehende bürokratische Hindernisse dann im Gemeindezentrum. Und dort erfuhr Ernst Dieter Rossmann, dass Gemeindezentrum, Schule und Kindergarten nun an das Netz „Wärme aus Abwasser“, einem Projekt des azv Südholstein, angeschlossen sind. Die Anlage laufe und werde im Oktober offiziell eingeweiht, berichtete Udo Tesch aber eher nebenbei. Denn sein und das Hauptaugenmerk der Kommunalpolitik in Sachen Schule und Kindergarten ist auf die Betreuungsangebote gerichtet.

„Die Grundschule will offene Ganztagsschule werden und braucht eine Mensa. Aber die Auflagen für Küche, Ausstattung und Personal sind hoch und meiner Ansicht nach überzogen“, machte Udo Tesch seinem Gesprächspartner aus dem Bundestag deutlich. Auch über die Investition von 400000 Euro zur Erweiterung des Kindergartens zur Schaffung von zehn Krippenplätzen informierte der Bürgermeister und merkte an, dass Fördermittel nicht bei der Investition aufhören sollten, sondern die Kommunen bei den Folge- und Personalkosten Unterstützung von Bund und Land benötigen, um den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz zu erfüllen. Rossmann verwies auf den Fiskalpakt, über den einmalig 585 Millionen Euro an Investitionsmitteln und 75 Millionen Euro jährlich für Betriebsmittel vom Bund für Kindergärten zur Verfügung gestellt werden sollen. Und damit nicht die bereits prognostizierte Lücke von etwa 30000 Fachkräften im Kita-Bereich entstehe, müsse es zusätzliche Qualifizierungsprogramme für geeignete Arbeitssuchende sowie genügend Plätze an den Erzieher-Fachschulen geben, betonte er.

Spätestens im Oktober soll nun endlich der erste Spatenstich für den MarktTreff erfolgen, erfuhr der SPD-Bundestagsabgeordnete. „Die erneute Verzögerung hängt mit der Prüfung der zuwendungsfähigen Kosten zusammen. So viel Bürokratie ist den Bürgern nicht mehr zu vermitteln und untergräbt die Arbeit der Kommunalpolitiker“, machte Bürgermeister Tesch seinem Ärger Luft. Und auch, dass der Kreis nicht zustimme, eine 1500 Quadratmeter umfassende Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet für eine notwendige gewerbliche Erweiterung der Firma Luttkau umzuwidmen, sei nicht nachvollziehbar. Ernst Dieter Rossmann versprach, sich für ein Gespräch und einen Vorort-Termin mit der Kreisbehörde am Spökerdamm einzusetzen.

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