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Uetersener Nachrichten

26. September 2017 | 04:14 Uhr

Radgarage: Probleme mit Brandschutz?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

unterstandGeldgeber fordert Nachbesserung

von
erstellt am 14.Jun.2017 | 16:00 Uhr

Die Modernisierung der Fahrradgarage am Tornescher Bahnhof droht zur unendlichen Geschichte zu werden. Zwar liegt die Baugenehmigung vor, doch nun hat die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH) Bedenken wegen der Sicherheit im Falle eines Brandes angemeldet. Solange die GMSH kein grünes Licht gibt, fließen auch keine Fördergelder und die Arbeiten können nicht beginnen. Das wurde während der Sitzung des Bauausschusses am Montagabend deutlich.

Bislang ist geplant, im Obergeschoss mehrere abschließbare Fahrradboxen einzurichten. Dort sollen zudem Ladestationen für Elektro-Fahrräder („E-Bikes“) entstehen. Die GMSH geht davon aus, dass insbesondere ältere Menschen mit hochwertigen Rädern die Boxen nutzen würden − und die könnten sich bei einem Feuer nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen, so die Argumentation. Entsprechend wird nun eine erneute Prüfung des Sachverhalts gefordert. Doch die GMSH hat bereits deutlich gemacht, dass sie Fahrradboxen im Erdgeschoss vorzieht, und dabei auf die vier dort geplanten Ein- und Ausgänge verwiesen.

Bei Politik und Verwaltung sorgt das für Unmut. „Wir möchten, dass diese Geschichte endlich zu einem Ende kommt“, sagte Manfred Mörker. Der SPD-Politiker wollte im Ausschuss wissen, worauf sich die GMSH mit ihrer Forderung bezieht. „Eine gesetzliche Grundlage hat uns der Herr von der GMSH bislang nicht genannt“, betonte Marion Grün, Leiterin des Bau- und Planungsamts. Der Zuwendungsgeber verlange eine Bestätigung der Bauaufsicht, dass diese bei der derzeitigen Planung zum Thema Brandschutz keine Bedenken habe, erläuterte Grün. Ob es die geben wird, ist unklar. Für heute ist ein Treffen aller Beteiligten geplant. „Wenn alle Stricke reißen, müssen wir nochmal umplanen“, sagte die Amtsleiterin.

Bürgermeister Roland Krügel (CDU) will nun das Gespräch mit dem Kreis suchen, der die Situation ebenfalls unter die Lupe nehmen soll. Denn die derzeitige Situation „macht uns keine Freude mehr“, so Krügel.

Im Februar 2016 hatte die Tornescher Politik beschlossen, die Fahrradgarage zu modernisieren. Ziel ist, Attraktivität und Sicherheit des Gebäudes zu verbessern. 200 Räder sollen dort künftig Platz haben. Die rund 800  000 Euro teuren Arbeiten sollten ursprünglich im August dieses Jahres beginnen.

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