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Verkehrsstatistik : Radfahrer sind besonders gefährdet

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gestern hat Innenminister Klaus Schlie die Kriminalstatistik 2011 für Schleswig-Holstein vorgelegt. Nach einem Rückgang der Kriminalität im Jahr 2010 um 8,8 Prozent, sanken die Fallzahlen 2011 noch einmal leicht um weitere 0,8 Prozent – hinsichtlich der registrierten Straftaten seien es, so Schlie, die niedrigsten Werte seit zehn Jahren. Wie es im Uetersener Bereich aussieht, veröffentlichen wir in Kürze.

Heute sollen die Unfallzahlen (2011) im Ortsbereich Thema sein. Auch bei den Verkehrsunfällen ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Gab es 2010 noch 110 Unfälle, registrierte die Uetersener Polizei 2011 93 Blech- und Personenschäden, dabei aber einen Verkehrsunfall mit Todesfolge. 2010 gab es laut Statistik keine Toten zu beklagen. Die Zahl der Verletzten ist rückläufig. Vielfach wird dieser seit einigen Jahren auszumachende Trend auf die stabileren Fahrgastzellen zurückgeführt. Die Autos werden also immer sicherer. Die Zahl der Schwerverletzten (Unfallopfer, die länger als 24 Stunden im Krankenhaus verbleiben) sank gegenüber dem Vorjahr um vier auf zwei. Leichtverletzte gab es 61 (70 in 2010). Wenn man so will, können einige Unfallschwerpunkte definiert werden. Diese befinden sich im Kreuzungsbereich Kleiner Sand, Jahnstraße, Schanzenstraße (fünf Unfälle); Jahnstraße, Sandweg, Heinrich-Schröder-Straße, Alsenstraße (vier); Ossenpadd, Tornescher Weg, Lesekampstraße (zwei). Alle drei Kreuzungsbereiche sind mit einer Ampelanlage ausgestattet.

Das tödlich verletzte Unfallopfer war an der Straße Am Mühlenteich zu beklagen. Insbesondere gefährdet sind nach Auswertung der Statistik Radfahrer. Bei 29 Unfallopfern waren (nicht motorisierte) Zweiradfahrer beteiligt. Das ist gegenüber dem Vorjahr (2010) eine Zunahme um 20 Prozent.

Alkoholbedingt sank die Zahl der Unfälle von sieben auf fünf. Einen Unfall, der auf vorherigen Konsum von Drogen zurückgeführt werden konnte, gab es 2011 nicht. Oftmals werden insbesondere von Autofahrern aber auch von Anliegern die als chaotisch empfundene Verkehrssituationen auf den Schulwegen beklagt. Erstaunlich ist daher, das nur ein Schulwegunfall registriert worden ist.

Chaotische Zustände (Missachtung der Straßenverkehrsordnung) führen offensichtlich zu einem Sicherheitszugewinn. Die Verkehrsunfälle mit Kindern sanken von 16 auf sieben, schwer verletzte Kinder gab es 2011 gar nicht. Die Polizeistatistik weist zudem aus, dass es auch im vergangenen Jahr viele Unfallfluchten gegeben hat. Bei der Polizei angezeigt wurden 135 Taten.

Oft betroffen: die Mühlenstraße (Lohe) und der Ossenpadd. Vor allem wurden dabei Außenspiegel abgefahren.

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erstellt am 08.Mär.2012 | 20:37 Uhr

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