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CDU-Informationsbesuch : Qualität und lokale Erzeugnisse

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Über die Situation der Landwirtschaft in der Unterelberegion hat sich der christdemokratische Bundestagsabgeordnete Ole Schröder zusammen mit seinem Kollegen Michael Grosse-Brömer während eines Besuchs in Haselau informiert. Sie diskutierten mit dem Kreisbauernvorsitzenden Lars Kuhlmann und dem Beisitzer im Kreisbauernvorstand, Georg Kleinwort.

Schröders Gast ist Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-CSU-Bundestagsfraktion und kommt aus dem niedersächsischen Landkreis Harburg.

Der Rellinger hob während eines anschließenden Pressegesprächs im „Marsch-Café“ die Bedeutung der regionalen Landwirtschaft für die Versorgung der Menschen hervor. „Hochwertige Erzeugnisse aus der Region werden bei den Menschen immer stärker nachgefragt“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium. „Unter permanenter Kritik“ stehe die Landwirtschaft, so Grosse-Brömer. Gerade der regionalen Landwirtschaft komme große Bedeutung zu, denn kurze Transportwege zum Kunden bedeuteten auch einen Beitrag zum Klimaschutz.

Kritik äußerte Schröder an der neuen Regelung der Kieler Landesregierung zur Knickpflege. Landwirte seien dazu verpflichtet, Flächen aufzugeben. Außerdem gebe es jetzt genaue Vorgaben zum Schnitt sowie den Zwang zur aufwändigen Dokumentation.

„Die etwa 6000 Kilometer Knick hier bei uns im Kreis Pinneberg werden von den Landwirten seit Jahrhunderten im eigenen Interesse angelegt und gepflegt“, so der Abgeordnete Das funktioniere erwiesenermaßen und müsse nicht noch bürokratisch verkompliziert werden. Politik müsste die heimische Landwirtschaft fördern und ihr nicht immer neue Hürden in den Weg stellen, steht für Schröder fest.

Ein Problem für die Landwirte an der Unterelbe mit den sehr fruchtbaren Böden sind die Ausgleichsflächen, die für Großprojekte wie die Dasa-Erweiterung oder den Bau der A20 zur Verfügung gestellt werden. Die Landwirte wendeten sich nicht gegen diese Vorhaben, stellte der Kreisbauernvorsitzende klar. Der Flächenverbrauch könnte jedoch nicht ungezügelt weiter gehen.

Schröder wies auf die Position der CDU hin, nach der es möglich sein muss, Ausgleichsflächen weiter entfernt von dem Natureingriff zu schaffen, als dies bisher vorgeschrieben ist.

Einen anderen Aspekt brachte der Haselauer Bürgermeister und örtlicher CDU-Vorsitzender Rolf Herrmann in die Diskussion. Gutachter würden Entwicklungen vorhersagen, wenn etwa Ausgleichsflächen an der Elbe vernässt werden. Deren Positionen stünden im Gegensatz zu dem, was die naturkundigen Bürger aus der Region prophezeiten. Herrmann erklärt: „Nach vier, fünf Jahren stellt sich dann heraus, dass sich die stillgelegten Flächen so entwickeln, wie es die Marschmer erwarteten.“

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erstellt am 25.Aug.2013 | 20:29 Uhr

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