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Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 18:23 Uhr

Punktsieg für Amtsinhaber

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wedel. Es war ein ungleicher Kampf: Bei der zweiten öffentlichen Vorstellung der beiden verbliebenen Bürgermeister-Kandidaten, Niels Schmidt und Claudia Wittburg, dominierte der Amtsinhaber die Diskussion deutlich. Polit-Neuling Wittburg hatte dem Profi in der Mensa des Wedeler Johann-Rist-Gymnasiums am Mittwoch wenig entgegen zu setzen.

shz.de von
erstellt am 28.Jan.2016 | 20:45 Uhr

Da waren es nur noch zwei: Nachdem der von der SPD unterstützte Plöner Verwaltungsfachmann Eckhardt Frahm seine Kandidatur vor knapp zwei Wochen zurückgezogen hat, sind nun noch zwei Bewerber im Rennen. Die parteilose Wedelerin Claudia Wittburg, 34, bewirbt sich ebenso um den Platz auf dem Chefsessel im Rathaus wie der seit zwölf Jahren amtierende und ebenfalls parteilose Niels Schmidt, 55.

Wittburg wurde in Halberstadt geboren, lebt seit 2013 in Wedel, hat zwei Töchter im Kindergartenalter, ist gelernte Bankkauffrau, studierte Medienwirtin und heute bei einer Hamburger Agentur beschäftigt. Klar umriss sie während der Vorstellungsrunde ihre Motivation, nach dem höchsten Posten im Rathaus zu streben, und die liegt nicht zuletzt in ihrer eigenen familiären Situation begründet. Senkung der hohen Gebühren für den Besuch einer Kindertagesstätte, Ausbau der Betreuungszeiten im Früh- und Spätdienst und damit eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen ganz oben auf ihrer Agenda.

Amtsinhaber Schmidt ist gebürtiger Wedeler, hat zwei erwachsene Kinder, im Wedeler Rathaus gelernt und lange gearbeitet, bevor er 2004 Bürgermeister wurde. Jetzt strebt er eine dritte Amtszeit an. Seine Motivation: Wedel sei seine Stadt, das Amt des Bürgermeisters sein Traumjob, betonte er während der Vorstellungsrunde.

Etwa 300 Bürger verfolgten den Auftritt der beiden Kandidaten und konnten ihnen anschließend auf den Zahn fühlen. Und das taten sie mit teilweise skurrilen Themen wie der Möglichkeit einer Urnenbestattung im eigenen Garten. Dabei setzte Wittburg auf die Karte einer stärkeren Bürgerbeteiligung, kündigte für den Fall ihrer Wahl die Gründung von Beiräten etwa für Eltern und Ausländer an.

Mehr Transparenz bei politischen Entscheidungen und Verwaltungsvorgängen, eine intensivere Kommunikation mit den Bürgern, mehr Rücksicht auf die Forderungen von Senioren und immer wieder die Senkung von Kita-Gebühren sind ihre Themen.

Bei allen anderen Fragen überließ sie das Feld weitestgehend ihrem Mitbewerber, der von seinem Wissensvorsprung und seiner Routine im Umgang mit einem großen Publikum profitierte: Wohnungsbau, Wirtschaftsförderung, Flüchtlingssituation – Schmidt nutzte seine Erfahrung und Kenntnisse der Verwaltungsabläufe, um Entwicklungen zu erklären, Handlungsspielräume aufzuzeigen und die Zeitleiste für eine Haushaltskonsolidierung aufzuzeigen. Gewählt wird der Bürgermeister am 28. Februar.

www.buergermeister-wedel.de www.niels-schmidt.de

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