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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 13:21 Uhr

Fußball : Prügel-Attacken in der Kabine?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

90 Minuten bekämpften sich die 1. Herren des Hetlinger MTV und der Voßlocher SV am Sonntag hart und mehrmals auch über die Grenzen des Erlaubten hinaus (siehe Extra-Bericht). Das, was dann nach dem Abpfiff des Kreisklassen-Topspiels nach Darstellung der HMTV-Verantwortlichen geschah, ist allerdings unfassbar: „Auf einmal sind mehrere Voßlocher Spieler in unsere Kabine hineingestürmt und haben zunächst einen unserer Spieler ins Gesicht geschlagen. Natürlich sind dann andere von uns dazwischen gegangen. Es gab auch einige besonnene Voßlocher – aber es war schwer, die aggressiven gegnerischen Spieler wieder aus unserer Kabine herauszubekommen“, berichtete Markus Braumiller. Der HMTV-Co-Trainer war „schockiert“, denn so etwas habe er „noch nie erlebt“.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2014 | 20:49 Uhr

Ein solcher Vorfall, wie ihn die HMTV-Verantwortlichen schilderten, hat sich wohl in Marsch und Geest sowie im gesamten Kreis Pinneberg noch nie zugetragen. HMTV-Fußball-Abteilungsleiter Michael Kirmse schilderte die Geschehnisse wie folgt: „Die Voßlocher sind in unsere Kabine gestürmt und haben eine wilde Prügelei angefangen!“ Nachdem diese mühevoll beendet worden war, gingen die VSV-Spieler zunächst in ihre Kabine. „Dort haben sie sich ihre Trikots ausgezogen, sind dann aber noch einmal in unsere Kabine gekommen und haben wieder wild um sich geschlagen“, so Kirmse. Auch Braumiller bestätigte, dass es noch ein zweites Mal ungebetenen Besuch in der eigenen Kabine gab: „Einige Voßlocher sind wiedergekommen und haben uns erneut geschlagen!“

Die jungen HMTV-Spieler saßen nach diesen Geschehnissen laut Braumiller „schockiert und kreidebleich“ in der Kabine. „Die Voßlocher haben sich mit Drohungen bezüglich des Rückspiels verabschiedet“, so Kirmse. Zuschauer, die die Szenen mitbekamen, riefen die Polizei. „Als die Polizei am Deichstadion eintraf, hatte sich die Situation aber schon wieder beruhigt, so dass ich die Polizisten nach einem kurzen Gespräch weggeschickt habe“, so Kirmse, der ergänzte: „Ich wollte die Vorfälle zunächst nicht an die große Glocke hängen und wir haben von Anzeigen abgesehen – aber nun finde ich, dass die Attacken der Voßlocher nicht ungestraft bleiben dürfen!“

Die Hetlinger baten Referee Töns Friese, einen Sonderbericht an den Hamburger Fußball-Verband zu schicken. VSV-Coach Ralf Petersen sagte: „Davon, dass in der Kabine etwas passiert sein soll, habe ich nichts mitbekommen. Ich habe nach dem Spiel an unserer Trainerbank die Trinkflaschen und Trainingsleibchen eingesammelt.“ Petersens Aussage prangerte Kirmse als „Schutzbehauptung“ an und klagte: „Er hätte seine Spieler zur Räson rufen müssen!“

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