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Thema der Woche : Prüfauftrag für einen Hundeplatz in Uetersen?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit dem Bescheid kam die Erkenntnis: Die Steuer für den Hund wird teurer! Die Aufregung darüber ist in Uetersen nach wie vor groß. Der Ärger über die massive Anhebung der Steuer ist das eine Thema, dass die Hundefreunde beschäftigt, die Forderung nach einem öffentlichen Hundeplatz das andere. Ihre Argumentation: Wenn Uetersen die Steuer schon anhebt, dann sollte die Stadt auch dafür sorgen, dass die Hunde artgerecht gehalten werden können. Sprich: eine Wiese zur Verfügung stellen, die von allen genutzt werden kann.

shz.de von
erstellt am 31.Jan.2013 | 18:22 Uhr

Sehen das Uetersens Politiker auch so, die die Hundesteuer schließlich auch erhöht haben? Ingo Struve, Vorsitzender der SPD-Fraktion, wiegelt ab. Uetersen habe die Steuererhöhung nicht freiwillig vorgenommen. Das Innenministerium habe das von der Stadt im Vorgriff auf den öffentlich-rechtlichen Vertrag zur Schuldenreduzierung (Konsolidierungsfonds) verlangt. Uetersen habe gar keine andere Wahl gehabt. „Die Erhöhung hat niemandem Freude gemacht“, so Struve weiter. Und: „Der Steuerhebung liegt keine konkrete Gegenleistung zu Grunde“. Wer sich einen Hund anschaffe, der müsse sich auch um einen Auslaufplatz kümmern.

Hans Dieter Witt, Chef der BfB-Fraktion, sieht es etwas anders. „Wir müssten eigentlich irgendwo etwas haben, wo man seinen Hund laufen lassen kann. Ich könnte mir ein Pachtmodell an der Großen Twiete im Bereich der Binnendüne vorstellen.“ Es sei gut möglich, dass seine Fraktion demnächst einen entsprechenden Prüfauftrag an die Verwaltung initiiert. Sein Kollege von der FDP, Rolf Maßow, sieht es wie folgt. „Wir haben uns darüber noch keine Gedanken gemacht. Weil wir aus der Erfahrung mit dem Hundeplatz am Hafen die Erfahrung gemacht haben, dass das auch keine Lösung sein kann. Da muss ein Zaun gezogen und der Platz muss sauber gehalten werden. Dafür haben wir trotz erhöhter Hundesteuer kein Geld.“ Bekanntlich, so Maßow, sei das Gelände am Stichhafen von Dritten als Hundeklo benutzt worden. Zur Hundesteuer selbst sagte Maßow, dass die Zulässigkeit dieser ja gerade vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verhandelt werde.

Für die CDU nahm Stadtverbandschef Andreas Faust Stellung: „Es wird in den nächsten Tagen ein Gespräch zwischen den Fraktionsvorsitzenden geben. In diesem Zuge wird auch das Thema Hundewiese noch einmal thematisiert. Mal sehen, wie positiv das gesehen wird.“ Aus Sicht von Faust eignet sich das Gebiet von Langes Tannen. Jedoch könne man ganz schnell Probleme mit den Konsolidierungsauflagen mit dem Land bekommen. „Die Frage ist auch, ob man die Hundehalter dann dorthin bewegt. Ob diese Lage also tatsächlich Sinn macht.“ Auch müsse der Baubetriebshof die Wiese vermutlich unterhalten. Es seien Kosten, die entstünden. Vielleicht aber gebe es einen Bürger, der seine Wiese zur Verfügung stellt. Faust: „Es ist vor dem Hintergrund des leeren Portemonnaies schwer zu realisieren. Aber wir werden noch darüber sprechen.“

Für den CDU-Stadtverbandschef dabei nicht außer Acht gelassen werden darf dabei die soziale Komponente. Denn es gebe Menschen, für die sei der Hund Lebensinhalt und wichtig für die Kommunikation.

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