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Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 09:42 Uhr

Zughalte : Prüfauftrag für bessere Anbindung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Bürgerinitiative „Dorfbahnhof? Nein Danke!“ hat es mit ihrer Unterschriftenaktion und der Übergabe von 12604 Unterschriften für mehr Zughalte am Tornescher Bahnhof im Januar in Kiel an Verkehrsminister Reinhard Meyer geschafft, den SPD-Minister und Entscheidungsträger des Öffentlichen Personennahverkehrs an einen Tisch zu bringen. Und zwar am 25. Februar im Tornescher Rathaus.

Bürgermeister Roland Krügel begrüßte neben Minister Reinhard Meyer und den Mitgliedern der Bürgerinitiative zu einem Arbeitsgespräch Bernhard Wewers (Nah.SH GmbH), Peter Steinhart (NBE Nordbahn), Torsten Reh (DB Regio AG), Martina Sandow (Nord Ostsee Bahn), Stefan Barkleit (Pro Bahn), die SPD-Landtagsabgeordneten Beate Raudies und Kai Vogel, Landrat Oliver Stolz sowie Bürgermeisterkolleginnen und -kollegen aus der Region. In ihren roten Jacken und mit den Zug-Stop-Schildern erwarteten die Mitglieder der Bürgerinitiative „Dorfbahnhof? Nein Danke!“ Verkehrsminister Meyer. Die gegenseitige Begrüßung war herzlich.

„Uns eint, dass wir mehr Nahverkehr in Schleswig-Holstein wollen. Aber im Einzelfall ist das nicht immer leicht zu organisieren. Wir sind zusammengekommen, um die Wünsche der Tornescher aufzunehmen und zu überlegen, was wir qualitativ verbessern können“, so Minister Meyer. Er machte jedoch auch deutlich, dass mit nur zwei zur Verfügung stehenden Gleisen und dem Konzept der schnellen Bahnverbindung zwischen Hamburg und Kiel objektive Zwänge bestehen.

Dass die Tornescher Forderung nach einer jeweils halbstündigen Anbindung an den Hamburger Hauptbahnhof und Hamburg Altona im Interesse eines Einzugsgebietes von 35000 Einwohnern ist und dass Pendler aus dem Norden und Hamburg täglich zur Arbeit in die Region Tornesch kommen, machte Bürgermeister Roland Krügel deutlich. Auch seine Pinneberger Amtskollegin Urte Steinberg forderte je zwei Bahnhalte in der Stunde Richtung Hamburg Hauptbahnhof und Altona.

Lang laufende schnelle Züge von den Pendlerverkehren zu trennen, sei das Konzept, das mit dem Fahrplanwechsel Dezember 2014 verfolgte werde, betonte Bernhard Wewers, Geschäftsführer von Nah.SH. Die Gesprächsseiten waren sich einig, dass die „Anfangsschwierigkeiten“ der Nordbahn im Regionalverkehr bald erledigt sein würden. „Doch wie kriegen wir die Lücken in den Zughalten weg?. Welcher Zug hier hält, ist uns egal. Er muss nicht RE heißen“, so Bürgermeister Roland Krügel.

Die Gesprächspartner kamen überein, sich vor der Somerpause wieder zu treffen. Bis dahin sollen Fahrgastzahlen ausgewertet und Möglichkeiten der RE-Halte in Tornesch und Pinneberg geprüft werden. Bernhard Wewers machte auf den Umsteigeknoten Neumünster/Kiel aufmerksam. „Dann sind dort nicht mehr kurze Umsteigezeiten einzuhalten, aber diese sind Teil des Konzeptes der schnellen Verbindung.“

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erstellt am 26.Feb.2015 | 20:47 Uhr

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