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Bürgerbeteiligung : Projekt: Klein Nordende 2030

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sie mahnen einen sparsamen Flächenverbrauch, den Erhalt der Grüngürtel und die Stärkung des Fahrradverkehrs an: 50 Klein Nordender Bürger haben jetzt ein Ortsentwicklungskonzept vorgelegt und geben damit ihren Kommunalpolitikern einen Rahmen für künftige Entscheidungen vor.

Wie wollen wir in Zukunft wohnen? Wie können wir Natur erhalten? Wie stellen wir uns den Verkehr in der Gemeinde vor? Mit diesen zentralen Zukunftsfragen haben sich in Klein Nordende nicht nur Politiker, sondern auch nicht politisch engagierte Bürger in drei Arbeitsgruppen (AG) beschäftigt. Ein Jahr lang suchten sie nach Antworten und Lösungen, die ihr Dorf in den kommenden Jahren und Jahrzehnten entscheidend beeinflussen werden. Jetzt ist die Marschrichtung im Wohnungsbau klar: Innenentwicklung vor Außenentwicklung, Sanierung und Umbau vor Neubau. „Der Siedlungsdruck kann kein Argument für größere Neubaugebiete sein“, sagte AG-Sprecher Dirk Plähn.

Die Umsetzung dieser Maßgaben dürfte der Gemeinde nicht schwerfallen, ist die Klein Nordender Politik in der Vergangenheit ohnehin eher durch ein moderates Flächenmanagement aufgefallen. Das letzte Neubaugebiet ist inzwischen zwei Jahre alt, ein neues noch nicht in Planung. Und das, obwohl auf einer Warteliste bereits 43 Familien stehen. Deutliche Aussagen auch aus der AG Umwelt und Natur: Erhalt des ortsbildprägenden Grüns, Dorfentwicklung mit der und nicht gegen die Natur, Schaffung eines Biotopverbundsystems und eines Ausgleichsflächenkonzepts, Renaturierung zweier Laufgräben. „Wir wünschen uns außerdem eine naturnahe Bepflanzung gemeindlicher Flächen und privater Gärten“, sagte AG-Sprecherin Ingeborg Pehrs und regte im Namen ihrer Gruppe die Auflage einer entsprechenden Infobroschüre für Privatleute an.

Die AG Verkehr schließlich bietet Lösungen für neuralgische Punkte in der Gemeinde an, fordert eine frühzeitige Ableitung des Verkehrs über die beiden Umgehungsstraßen und eine Stärkung des Fahrradverkehrs. „Wir möchten den Durchgangsverkehr aus dem Dorf raushalten und die Radwege etwa nach Elmshorn, Uetersen oder Barmstedt gut ausschildern“, sagte Sprecher Joerne Diedrichsen.

Jetzt geht das 66 Seiten starke Konzept mit dem Titel „Klein Nordende 2030“ zunächst in die politischen Gremien. An der Zustimmung zweifelt allerdings niemand. Am 8. Mai um 19 Uhr schließlich wird es im Gemeindezentrum öffentlich vorgestellt.

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erstellt am 21.Apr.2015 | 21:24 Uhr

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