zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 13:25 Uhr

Exkursion : Professor besucht Riesenbaum

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Jährlich besuchen ihn rund 1,5 Millionen Menschen aus aller Welt, er ist eingefriedet und wird streng bewacht. Keiner darf normalerweise in seine Nähe, oder ihn gar anfassen. Keine Bank, kein militärischer Stützpunkt, kein streng geheimes Kriegsgerät, nein, es ist ein Baum. Allerdings der größte der Welt.

Denn der „General Sherman“ ist schlicht und ergreifend der größte lebende Baum der Erde. Sein Alter: 1900 bis 2500 Jahre. Er steht – wie könnte es anders sein – passenderweise im Land der Superlative, nämlich in den USA und zwar im Sequoia-Nationalpark 250 Kilometer nördlich von Los Angeles. Der knapp 84 Meter hohe Baum hat einen Umfang an der Stammbasis von gut 30 Metern und sein Stamm hat ein Volumen von rund 1500 Kubikmetern. Ein Gigant.

„Sowas will ich auch“, dachte sich Hans-Dieter Warda, Chef des Ellehooper Arboretums und reiste kurzerhand nach Kalifornien, besorgte sich eine Ausnahmegenehmigung, die ihm und seinem mitreisenden Mitarbeiter Richard Bischoff erlaubte, direkt am Baum Vermessungsarbeiten und verschiedene Untersuchungen durchzuführen. Dass Professor Warda natürlich nicht den gesamten Baum in Ellerhoop nachbilden kann, dürfte angesichts seiner Höhe schnell klar sein. Aber der Dendrologe will den Baum immerhin bis zu einer Höhe von 10 Metern eins zu eins nachbilden.

„Der Anblick dieses 84 Meter hohen und an der Basis elf Meter dicken Stammes war einfach überwältigend“, schwärmt Warda. „Er erhob sich vor mir wie die Riesensäule eines gigantischen Bauwerks. Ich hoffe, dass unsere Besucher im Arboretum dies ähnlich erleben werden und der wirklich spektakuläre und einmalige Nachbau des General Sherman Ehrfurcht auslöst.“

Nach aufwändigen Fundamentierungsarbeiten wurde in den letzten Tagen auf dem Gelände des Arboretums das tragende Stahlgerüst für die zukünftige Betonhülle des Riesenbaumes aufgestellt. Besucher haben die Möglichkeit, das „Wachstum“ des Baumes kontinuierlich zu verfolgen.

In der kommenden Woche beginnen die Betonarbeiten für die äußere Baumhülle. In seiner Mitte wird ein rund zehn Meter hoher Mammutbaum gepflanzt, der Mitte August mit einem Kran in die Hülle des General Sherman herablassen. Aber schon jetzt lassen sich die endgültigen Abmessungen dieses Riesenbaumes erahnen. Besucher schütteln angesichts dieser Dimensionen ungläubig den Kopf.

Fest steht: Das Arboretum bleibt also weiterhin eine äußerst sehenswerte Attraktion im Kreis Pinneberg.

zur Startseite

von
erstellt am 30.Jun.2013 | 18:01 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert