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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 23:12 Uhr

Produkte mit Perspektive

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Obwohl die demografische Entwicklung den Arbeitsmarkt bereits spürbar entlastet hat, gibt es noch genug Menschen, die keine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt finden. Für diese Menschen mit anerkannten Handicaps (das kann nach wie vor auch ein höheres Lebensalter sein) gibt es unter anderem sogenannte AGH-Projekte, also Arbeitsgelegenheiten. Dabei handelt es sich um öffentlich finanzierte Beschäftigungsverhältnisse. Sie wollen Menschen eine Perspektive geben und sie letztendlich an den Arbeitsmarkt heranführen.

shz.de von
erstellt am 24.Jun.2013 | 21:11 Uhr

Die „Elmshorner Perspektiven“ sind eine solche AGH-Maßnahme. Finanziert wird sie vom Jobcenter des Kreises. In den Räumen der Wirtschaftsakademie (WAK) am Ramskamp 8 arbeiten die rund 30 Beschäftigten, alle älter als 50 Jahre, im Auftrag von gemeinnützigen Einrichtungen und für Bedürftige im Kreisgebiet.

Die Werkstätten stellen aus textilem Material und Pappe so ziemlich alles her. Ihre Angebote richten sich nach der jeweiligen Nachfrage. Inzwischen profitieren 40 Kindergärten im Kreis und sieben Seniorenheime von der Kreativität der bei den Elmshorner Perspektiven Beschäftigten. Auch das „Haus am Rosarium“ gehört dazu. Aus textilen Spenden des Senioren- und Pflegeheimes wurden Therapiemittel für Bewohner mit demenziellen Erkrankungen hergestellt. Liebevolle und funktionale Arbeiten, die es so nicht zu kaufen gibt. Jedes Stück ist ein Unikat und überaus nützlich, lobten Einrichtungsleiterin Eva Buban und Petra Seestädt, die Leiterin des Begleitenden Dienstes im Senioren- und Pflegeheim am Großen Sand während der jüngsten Übergabe der handgearbeiteten Werkstücke. Hildegard Ziesche von den Elmshorner Perspektiven und Außendienstmitarbeiter Uwe Rothweiler freuen sich immer über neue Kontakte, über Bedürfnisse, die an sie herangetragen werden. Alle Handarbeiten werden übrigens kostenlos abgegeben.

Sie freuen sich aber auch über Kleidungs- und Stoffspenden, mit deren Hilfe Neues entstehen kann. Gesucht werden unter anderem Geschirrhandtücher, Tischdecken, Mäntel, Bettwäsche, Füllmaterial, Filzstoffe und Kurzwaren. Hildegard Ziesche informiert Empfänger wie Spender gerne unter der Telefonnummer 04121/795143.

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