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Neues Wabe-Projekt : Privatschule: Start im September

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit der für den 5. September geplanten Eröffnung einer Internationalen Schule im Pinneberger Stadtteil Eggerstedt kommen die Pläne für einen Bildungs-campus einen deutlichen Schritt voran. Am Dienstag ist mit der Amerikanerin Mary Wenstrom die künftige Schulleiterin vorgestellt worden, die außerdem Teile der Geschäftsführung für die neue Schule übernimmt.

shz.de von
erstellt am 16.Mär.2016 | 19:19 Uhr

Es ist für den in Hamburg ansässigen und auf Kindergärten spezialisierten Bildungsträger Wabe das erste Schulprojekt. Die im Bau befindliche Privatschule ist Teil eines großzügigen Bildungscampus’ mit Kindergarten, Sporthalle, Internat, Boardinghaus, Hotel und Parkhaus. Bis das ambitionierte Projekt komplett realisiert ist, werden allerdings noch einige Jahre vergehen. Bislang hat nur der Kindergarten den Betrieb aufgenommen, die Internationale Schule, die den Namen „International School Campus Hamburg (ISC)“ trägt, wird voraussichtlich zum Schuljahr 2019/20 fertiggestellt.

Bereits 2013 kaufte Wabe der Stadt vier Grundstücke ab und kurz darauf erstmals die Pläne für den Campus. Drei davon sind inzwischen bezahlt, mit dem vierten gibt es Probleme. Die Kaufsumme für das Gelände, auf dem eine Akademie für Erzieher entstehen soll, wird am 31. März fällig. Weil es aber aufgrund seiner Lage nicht an eine Straße angebunden werden kann und zudem über einen großen Baumbestand verfügt, verlangt der Verein nun offenbar einen Preisnachlass von der Stadt. Das Thema wird heute Gegenstand der Beratungen in der Ratsversammlung. Dem Vernehmen nach wird Bürgermeisterin Urte Steinberg den Fraktionen eine Rückabwicklung des Vertrages vorschlagen, um den Weg für neue Verhandlungen frei zu machen.

Unterdessen gibt es für die Privatschule bereits 40 Anmeldungen. Da anders als an öffentlichen Schulen jederzeit neue Schüler aufgenommen werden, rechnet Cristina Costa Thiele, die zusammen mit Mary Wenstrom die Geschäftsführung übernimmt, mit einem Anstieg der Zahlen im kommenden Schuljahr auf etwa 50.

Unterrichtet wird zunächst in einem Gebäude, das nach drei Jahren seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt und zum Internat mit 330 Plätzen umgebaut wird. Dann soll das eigentliche Schulgebäude fertiggestellt sein, für das die Bauarbeiten im kommenden Jahr beginnen. Dieses Gebäude, das Herzstück der Internationalen Schule, bietet Platz für 1100 Schüler in den Klassen eins bis zwölf. Ziel ist das Internationale Abitur.

Unterrichtet wird auf der Grundlage eines offenen pädagogischen Konzepts und überwiegend in englischer Sprache. Im Mittelpunkt steht der Erwerb von Fähigkeiten entsprechend der Anforderungen der modernen Gesellschaft. Dazu gehören Kernkompetenzen wie das freie Sprechen, Teamfähigkeit, Nachhaltigkeit und Kreativität. „Die Schule steht allen Kindern offen, also nicht nur denen aus internationalen Familien“, sagte Cristina Costa Thiele, die zusammen mit Mary Wenstrom die Geschäftsführung übernimmt. Ziel sei eine Schülerschaft je zur Hälfte aus in der Region dauerhaft lebenden Kindern und internationalen Kindern. „Es gibt immer mehr Eltern, die das internationale Bildungsumfeld für ihre Kinder suchen“, so Costa Thiele. Dass die Schule die gesteckten Ziele erreicht, steht für sie außer Zweifel. Schon jetzt gebe es Anmeldungen bis 2020, sagte sie.

Ganz billig ist der Schulbesuch nicht. Die Rede ist von einem Schulgeld in Höhe von 570 Euro monatlich, aufzubringen von den Eltern. Gleichzeitig wird ihnen die Mitgliedschaft im Förderverein ans Herz gelegt. Die Beiträge hierfür werden offenbar gestaffelt und sollen zwischen 30 und 500 Euro liegen. Um auch Kindern aus sozial schwächer gestellten den Besuch der Internationalen Schule zu ermöglichen, läuft ein Anerkennungsverfahren beim Schleswig-holsteinischen Innenministerium.

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