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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 15:38 Uhr

SPD Tornesch : Prioritäten vor Ort

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die politische Sommerpause ist beendet. Die Sozialdemokraten als stärkste Fraktion im städtischen Parlament haben die Ziele, denen sie sich in den nächsten Monaten vorrangig widmen möchten, abgesteckt.

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2014 | 21:35 Uhr

Für ein Ziel haben sie vor der Sommerpause maßgeblich die Weichen gestellt: Sie hatten den Antrag für die Aufstellung eines B-Planes 89 „Ortskern“ gestellt und definiert, welchen Bereich sie als Ortskern verstehen. Der Satzungsbeschluss zu den Ortskern-Achsen Wilhelmstraße bis Uetersener Straße und Friedlandstraße bis Friedrichstraße wurde am 7. Juli im Bauausschuss gefasst.

„Das Thema Ortskerngestaltung ist nicht neu. Wir nehmen nun aber erneut Anlauf, denn Tornesch ist weiter gewachsen, wird weiter wachsen und braucht in seinem Zentrum mehr Aufenthaltsqualität“, betonen die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Fischer-Neumann und der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Manfred Mörker.

Die Ortskerngestaltung sei ein anspruchsvolles Ziel, das nicht von heute auf morgen und nicht ohne professionelle planerische Hilfe von außen erreicht werden könne, machen beide SPD-Spitzen deutlich. In eine Planung müssten die Grundstücke der Stadt, aber auch private Grundstücke einbezogen werden. „Tornesch ist mit seiner Infrastruktur gut aufgestellt. Das soll so bleiben und sich bei weiterem Wachstum am Bedarf orientieren. Wir haben eine Vision und bleiben dran, sie zu verwirklichen. Wir wissen, dass es Jahre dauern wird“, so Manfred Mörker.

Bereits im Haushaltsplan 2015 wollen die Sozialdemokraten finanzielle Mittel für planerische Hilfen von außen für eine mögliche Ortskerngestaltung verankert wissen. „Das wären sinnvolle Investitionen für eine nachhaltige Entwicklung“, macht Verena Fischer-Neumann deutlich.

Auch mit konkreten Ideen zur Belebung des Ortskerns bringen sich die Sozialdemokraten ein. Sie wollen einen kleinen Wochenmarkt etablieren und seien „in der praktischen Findungsphase“, wie Manfred Mörker betont. Zu langsam geht es den Sozialdemokraten mit der Umsetzung der Neugestaltung der Fahrradgarage voran. „Es gibt einen Beschluss, wie die Umgestaltung erfolgen soll. Wir werden eine Anfrage stellen, was nun damit ist. Es geht ja auch um Fördermittel“, so Manfred Mörker. Dranbleiben wollen die Sozialdemokraten auch am Thema Umsetzung der K22 und noch in diesem Jahr Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) nach Tornesch einladen, um vor Ort mit dem Zeigen der Verkehrssituation deutlich zu machen, wie sehr Tornesch und Uetersen die K22 brauchen und wie notwendig auch der Halt von Regionalexpress-Zügen am Tornescher Bahnhof für die Pendler und die Entlastung von Straßen vor Ort sowie Richtung Hamburg und in den Norden ist.

SPD-Haltung: DRK-Kindertagesstätte / Uetersener Schwimmhalle

Auch wenn die Sozialdemokraten bedauern, dass der von ihnen präferierte Neubau des DRK-Kindergartens am Schützenplatz vor der Sommerpause nicht die nötige Mehrheit erlangt hat, so wollen sie sich nun einer „vernünftigen Lösung“ am Standort Friedlandstraße nicht verschließen.

Im Juni war im Bildungsausschuss beschlossen worden, die Kindertagesstätte am Standort Friedlandstraße zu belassen. Die Variante der Sanierung, die von den Christdemokraten bevorzugt wird, fand jedoch nicht die Mehrheit. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen Neubau unter Einbeziehung des Parkplatzes des Tennisvereins zu prüfen. „Man muss sehen, wie der Tennisverein dazu steht und wie sich Kosten und Aufwand für einen Neubau gestalten. Wir treten für eine vernünftige Lösung ein“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Fischer-Neumann. Manfred Mörker betont, dass idealerweise eine Gesamtplanung unter Einbeziehung des benachbarten Tennisgeländes gemacht werden müsste, wenn der Kindergarten auf dem Parkplatz des Tennisvereins gebaut werden soll. Gelassen sehen die Tornescher Sozialdemokraten die Äußerung des Uetersener CDU-Bürgermeisterkandidaten Andreas Faust, dass die SPD Tornesch die Einbeziehung der Uetersener Schwimmhalle in einen Bildungszweckverband ablehne. „Das müsste erst einmal als Bitte oder Anfrage der Uetersener Ratsversammlung an den Tornescher Rat herangetragen werden. Und das ist bislang nicht erfolgt“, so Verena Fischer-Neumann. Wenn Uetersen einen klaren Wunsch dazu habe, werde man beraten. Als „nur Zahlmeister“ stehe Tornesch aber nicht zur Verfügung. (syk)

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