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Kita an der Pommernstraße : Priorität haben Krippenzuschüsse

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bis spätestens 31. März muss die Stadt ihren Förderantrag für den Bau von weiteren Krippenplätzen einreichen, sonst kommt Tornesch nicht mehr in den Genuss des Bundesprogramms, das die Schaffung jedes Krippenplatzes bis 2013 mit 19000 Euro fördert.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2012 | 21:12 Uhr

Aktuell stehen in Tornesch 45 Krippenplätze in Kindertagesstätten und 50 in Tagespflege zur Verfügung. Das entspricht einer Quote von 33 Prozent. Laut gesetzlicher Vorgabe ist bis zum 1. Januar 2013 eine Versorgungsquote von 35 Prozent zu erreichen. Bürgermeister Roland Krügel machte die Politiker des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Bildungswesen in der jüngsten Sitzung darauf aufmerksam, dass mit dieser Quote nicht der ab 2013 bestehende Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz erfüllt wird. „Alle Krippenplätze, die wir dann schaffen müssen, werden nicht mehr durch Bundesmittel bezuschusst. Also müssen wir jetzt noch Plätze schaffen und lieber ein paar mehr“, appellierte der Verwaltungschef an die Politiker.

Die sind dem Thema gegenüber aufgeschlossen, denn mit dem Neubau des DRK-Kindergartens sollten zehn weitere Krippenplätze geschaffen werden. Doch die Problematik um die Standort-Entscheidung für einen neuen DRK-Kindergarten hat die Planungen und damit die Möglichkeit der Antragstellung für Bezuschussung der Krippenplätze ins Stocken gebracht. Nun hatte die Verwaltung vor dem Hintergrund, dass Betriebe in Oha Bedarf an Krippenplätzen angemeldet haben und die Zuschüsse zu verfallen drohen, nach einer schnellen Lösung gesucht und mit dem Verein Wabe, Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband, einen Träger gefunden, der kurzfristig eine Planung und entsprechende Anträge realisieren könnte. Allerdings fanden die Wabe-Verantwortlichen den Standort Oha als wenig „attraktiv“. Sie präferieren den Standort Pommernstraße und sind bereit, dort eine Einrichtung für 100 Kinder, darunter 40 Krippenplätze, zu bauen und zu betreiben.

Gabriele Gramann (Leitung Geschäftsbereich) und Marcel Graff (Finanzen) stellten das Konzept der Wabe-Kindertagesstätten (offene Arbeit, flexible Betreuungszeiten) vor und informierten, dass Wabe 18 Einrichtungen mit 1500 Kindern in Hamburg und Norddeutschland (Pinneberg: Bismarckstraße) unterhält. Je nach Schwerpunksetzung für die Einrichtung und ohne Grundstückskosten (Grundstück gehört Adlershorst) würde Wabe e.V. an der Pommernstraße den Kindergartenbau für 2,2 bis 2,4 Millionen Euro realisieren wollen. Und da für das Grundstück an der Pommernstraße, anders als für das Grundstück Schützenplatz, ein B-Plan besteht, könnte zügig ein Bauantrag eingereicht werden. u Stimmen aus dem Ausschuss und BeschlüsseDie SPD (Befürworter für den Standort Schützenplatz) erinnerte daran, dass die Ausgangslage in dem Ziel bestand, einen neuen DRK-Kindergarten für sieben Gruppen (zehn neue Krippenplätze) zu bauen und dass der Standort Pommernstraße von Politik und Eltern abgelehnt worden war. Der SPD-Vorschlag, dass für die Standorte Oha, Tornesch Am See und Pommernstraße geprüft werde, ob eine belastbare KiTa-Planung mit Wabe möglich ist und dass am Schützenplatz ein ebenerdiger DRK-Kindergarten mit nur noch fünf Gruppen, aber auf alle Fälle mit Kinderrestaurant (auch für Grundschüler nutzbar) gebaut werden soll, wurde nicht diskutiert und von CDU und Grünen abgelehnt.

Die Christdemokraten wollten erst gar keine Entscheidung treffen: „Wir wissen nicht, was uns Wabe kostet, wir kennen nicht die Modelle der Elternbeiträge oder des Defizitausgleichs“, so Christopher Radon. Auch die Grünen kritisierten, dass ihre im Vorwege zur Sitzung eingereichten Fragen zu den Grundstückskosten und dem Lärmschutzwall an der Pommernstraße von der Verwaltung nicht beantwortet worden waren. Bürgermeister Roland Krügel hatte lediglich informiert, dass Adlershorst bereit sei, das Grundstück zu verkaufen.

Nach einer von ihnen beantragten Sitzungsunterbrechung formulierten die Christdemokraten den Antrag, dass Wabe e.V. bis zum 29. Februar (Sondersitzung des Ausschusses) eine detaillierte Kostenaufstellung vorlegen und alle Antrags-Unterlagen für den Standort Pommernstraße vorbereiten soll. Die Grünen schlossen sich dem Antrag an. SPD und FDP unterlagen somit wieder mit einer Stimme und merkten an: „Mit dem Standort für die DRK-KiTa sind wir keinen Schritt weiter.“ Die CDU stellte den Antrag, den am 12. Dezember 2011 gefassten Beschluss für den Neubau der DRK-KiTa an der Friedlandstraße aufzuheben. Dem wurde einstimmig gefolgt.

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