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Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 04:16 Uhr

OECD : Prinzipiell zufrieden

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Länder und Kommunen sind bildungspolitisch auf dem richtigen Weg. Das zeigt der erfreulich positive Trend der Ergebnisse der Pisa-Studie.“ Das sagt der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Ernst Dieter Rossmann. „Trotzdem müssen wir weiter daran arbeiten, dass Kinder aus bildungsfernen Schichten und Schüler mit Migrationshintergrund gleiche Bildungschancen bekommen.“

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 22:00 Uhr

Der Pisa-Schock und die OECD-Studien haben nach Auffassung des Bildungsexperten einen erfreulich positiven Trend zur Folge gehabt. Rossmann: „Die Fortschritte der Schülerinnen und Schüler aus Deutschland auf allen Feldern und über die letzten Untersuchungen hinweg sind unübersehbar. Das zeigt, dass insbesondere die Länder und Kommunen bildungspolitisch auf dem richtigen Weg sind und der Bund in seinen damaligen Möglichkeiten wie dem Ganztagsschulprogramm wichtige Beiträge leisten konnte.“ Allerdings sei ohne engagierte und gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer alle Bildungspolitik nichts, betont der Politiker. „Dafür gilt ihnen gerade heute unser Dank.“ Dennoch dürften einfache Leistungsvergleiche gerade im internationalen Zuschnitt nicht überschätzt werden, findet Rossmann. „Gerade in Europa ist Bildung mehr als die einfache Vermittlung von messbaren Kompetenzen, sondern immer auch die Ermöglichung von eigenständiger Lebensführung, sozialer Integration und gesellschaftlicher Teilhabe.“ Ein breiter Bildungsbegriff schützt nach Auffassung des Sozialdemokraten am besten vor einer falschen, einseitig auf Leistungsvergleiche getrimmten Anreizbildung in den Lehrplänen und im Schulalltag. Rossmann: „Schule ist und bleibt ein wichtiger sozialer Raum für Erfahrungen und Handeln junger Menschen. Das muss sie bei aller notwendigen Leistungstransparenz auch bleiben.“

Jetzt gehe es darum, nicht nachzulassen. Insbesondere der Ausbau von Ganztagsangeboten gehört nach Auffassung des Abgeordneten ganz nach oben auf die Agenda. „Der Ganztagsschule kommt eine Schlüsselrolle zu, wenn es darum geht, die Benachteiligung von Kindern aus sozial schwächeren Familien oder Problemen mit der deutschen Sprache aufzubrechen. „Wir müssen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Bund, Länder und Kommunen ihre Maßnahmen engagiert fortsetzen können und die dafür erforderlichen Ressourcen auch erhalten“, fordert Rossmann.

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