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Uetersener Nachrichten

26. September 2017 | 07:47 Uhr

Premieren-Lesung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Autorin Dagmar Seifert steht immer für Geschichten mit einem gewissen Gruselfaktor, der Hauch des Unheimlichen, der Geistwesen umschwebt ihre Romane und Erzählungen. So auch wieder ihre jüngste Veröffentlichung, ein hübsch aufgemachtes Büchlein mit dem Titel „Nachtschicht für Engel“, in denen sie mal längere, mal kürzere Begebenheiten aus der Weihnachtszeit erzählt.

shz.de von
erstellt am 12.Dez.2011 | 19:23 Uhr

Und wie immer stellte Dagmar Seifert ihr neuestes Buch zuallererst in Heidgraben vor, ihre liebste Freundin Marion Sörensen, Leiterin der hiesigen Gemeindebücherei, assistiert ihr bei diesen Premieren-Lesungen ausgesprochen einfühlsam, so dass sich die Schriftstellerin aus Groß Nordende auch wohl kaum einen wärmeren und ihr zugeneigteren Ort für eine Erst-Präsentation vorstellen kann. Schon die Titelgeschichte lässt den Zuhörerinnen und Zuhörern gleich zu Beginn den Atem stocken: Die Hauptakteurin, hochschwanger, ziemlich ausgeflippt, ohne Vorsorgeuntersuchungen und Mutterpass, reist mit wenig Utensilien und Komfort mit herausgestrecktem Daumen zu einer lange nicht gesehenen und kontaktierten Tante, bei der sie gestärkte und gebügelte Bettwäsche, handfeste Vernunft und somit ein gemachtes Nest für ihre Niederkunft zu finden hofft.

Doch sie gerät in die Fänge eines Schizophrenen und stolpert schließlich mithilfe eines Harley-Fahrers durch die Nacht des sich nicht sehr gastlichen Kreises Pinneberg auf der Suche nach einer Herberge. Eine absolut haarsträubende Geschichte, die glücklicherweise dank der unbeirrt christlichen Einstellung der Schriftstellerin einen wunderschönen Ausgang findet.Die Tier- und Menschenfreundin Dagmar Seifert erzählt ebenfalls eine autobiografische Geschichte von einem Weihnachtskater, der so gar nichts Niedliches, Putziges und Schnurriges an sich hat, findet auch dafür ein versöhnliches Ende, kann unendlich lange vorlesen und ihr Publikum ist imstande, genauso lange gespannt zuzuhören. Dagmar Seiferts Geschichten sind – genau wie ihre vielen vorausgegangenen Romane – opulent mit wieder erkennbaren Details aus der Region ausgestattet und das hebt die Lokalmatadorin unter den Schriftstellern auf einen ganz vorderen Platz auf der Hitliste der bezahlbaren und kulturell anspruchsvollen Geschenkideen.

Für die Autorin gab es im voll besetzten Raum des Heidgrabener Gemeindezentrums ganz viel Applaus, für Marion Sörensen von der Schriftstellerin als Dankeschön für die liebevolle Vorbereitung den heiß geliebten Ingwer und einen riesigen Rosenstrauß.

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